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MATTIGHOFEN. Seit Corona gibt es im Rotkreuz-Markt Mattighofen einen deutlichen Rückgang an Kunden. Herbert Markler, Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuzes, empfiehlt Einkaufsberechtigten, das Angebot zu nutzen.

  1 / 2   Der Rotkreuz-Markt in Mattighofen wird derzeit von 25 lokalen Unternehmen und circa 37 freiwillige Helfern unterstützt. Foto: RK LV OÖ Stefan Pommer

Über zehn Prozent der Menschen in Österreich sind armutsgefährdet und Corona verschärft diese Lage zusätzlich. Um diesen Menschen unter die Arme zu greifen, gibt es in ganz Österreich 27 Rotkreuz-Märkte, die Waren zu günstigen Preisen verkaufen. Im Bezirk Braunau ist der Rotkreuz-Markt in Mattighofen.

Weniger Kunden durch Corona

Obwohl viele Menschen im Rotkreuz-Markt einkaufsberechtigt sind, kommen derzeit aber weniger Kunden zum Standort Mattighofen, wie Herbert Markler, Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuzes, erzählt: „Letztes Jahr gab es durchschnittlich 31 Kunden pro Öffnungstag. Wir haben aber gemerkt, dass es durch Corona einen Rückgang an Kunden gab, der beinahe noch immer anhält. Manche sind noch vorsichtig, denn viele fallen in die gefährdete Gruppe. Somit haben wir derzeit für Einkaufsberechtigte noch Kapazität.“

Möglichkeit nutzen

Einkaufsberechtigt ist man dann, wenn das Einkommen in einem Einpersonenhaushalt 1.000 Euro nicht überschreitet. Bei einem Zweipersonenhaushalt liegt die Einkommensgrenze bei 1.500 Euro, wobei diese pro Kind steigt. Die Einkaufsberechtigung kann im jeweiligen Gemeindeamt angefordert werden. „Wer kann, sollte die Möglichkeit, im Rotkreuz-Markt günstig einzukaufen, auch wirklich nutzen“, empfiehlt der Bezirksgeschäftsleiter.

Viele Helfer

Dienstag und Freitag ist der Markt von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Zwar gibt es im Markt kein hundertprozentiges Vollsortiment, dennoch ist das Angebot vielfältig und die Unterstützung groß: „25 lokale Lieferanten und Firmen unterstützen den Markt mit Warenspenden oder Gutscheinen großzügig. Außerdem arbeiten 37 freiwillige Helfer am Standort Mattighofen. Letztes Jahr haben sie fast 6.000 Stunden mitgeholfen“, berichtet Markler.

„Für manche Mitarbeiter beginnt der Arbeitstag schon um 7 Uhr früh, ab hier wird die Ware aufbereitet. Nach der Marktschließung um 17 Uhr wird noch aufgeräumt. Die Arbeitsbereiche werden meistens in drei Teams aufgeteilt, wobei sich die Helfer zu den jeweiligen Aufgaben selbst eintragen können.“ Freiwillige Helfer sind beim Rotkreuz-Markt immer willkommen: „Jeder, der mithelfen will, kann sich gerne bei uns melden.“


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