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Pfarrleiter tankte bei Pilgerreise Kraft für großes Sanierungsprojekt

Leserartikel Margarete Frühwirth, 08.02.2016 13:19

MAUTHAUSEN. Jedes Jahr brechen Tausende von Pilgern auf, um auf dem Jakobsweg zu gehen, sich zu besinnen und neue Kraft zu tanken. Manche gehen ein Stück weit oder in Etappen. Thomas Pree hat sich vorgenommen, den Weg in einem Stück zu gehen.

Thomas Pree erreichte sein Ziel in Spanien zu Fuß über den Jakobsweg.
  1 / 3   Thomas Pree erreichte sein Ziel in Spanien zu Fuß über den Jakobsweg.

Der Jakobsweg beginnt dort, wo sich der Pilger auf den Weg macht. Für Thomas Pree begann der Weg im Juli vergangenen Jahres mit dem ersten Schritt aus seinem Haus in Mauthausen. Sein Ziel war es, die rund 3000 Kilometer bis zum Ziel Santiago de Compostela in drei Monaten zu bewältigen: ein nicht alltägliches Unterfangen. Doch Herausforderungen scheint der Theologe, der seit 2008 die Leitung der Pfarre Mauthausen inne hat, gerne anzunehmen. Tips hat den Leiter der Pfarre Mauthausen dazu befragt.

Tips: Welche Motive spornen Menschen an, um sich aufzumachen und zu Fuß eine derart gewaltige Distanz zu bewältigen?

Pree: „Dafür gibt es vielerlei Gründe, für mich hat sich damit ein Jugendtraum erfüllt. Meine Familie war einverstanden, beruflich war mit der Diözese, dem Pfarrmoderator Hans Fürst und ehrenamtlichen Mitarbeitern alles geregelt.  Nachdem es in meine Lebensphase gepasst hat und die Rahmenbedingungen gestimmt haben, stand dem Vorhaben nichts im Weg. Zusätzlich wollte ich für das anstehende Projekt der Kirchensanierung Kraft tanken.  

Tips: Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Pree: Ich habe es mir einfach zugetraut und bin einmal die Woche laufen gegangen. Mit einem etwa dreizehn Kilogramm schweren Rucksack machte ich mich im Juli auf den Weg. Die Reservierung der Quartiere war mit Hilfe des Internets kein Problem.

Tips: Hatten Sie große Hürden zu überwinden?

Pree: In den ersten Wochen hatte ich eine Entzündung an den Beinen. Das Weitergehen war eine Erfahrung mit Dauerschmerz. Aber das Schwierigste war die Trennung von zu Hause, das Abschied nehmen von meiner Familie, die ich die nächsten drei Monate nicht sehen würde. Was mir sicher zu Gute kam war, dass ich mich nicht aus einer Krisensituation auf den Weg gemacht habe.

Tips: Welche Erfahrungen konnten sie von ihrem Pilgerweg mitnehmen?

Pree: Ich bin die ersten sieben Wochen fast nur alleine gegangen und ich habe es geliebt. Die Natur in Europa ist faszinierend schön und abwechslungsreich. Das war etwas vom Feinsten und ich habe festgestellt: in der Natur bist du nie einsam. Die letzten drei Wochen war ich mit einer Gruppe unterwegs mit drei Menschen aus Spanien, Italien und Albanien. Auch diese Zeit möchte ich nicht missen - das waren wertvolle Begegnungen.

Wer mehr über heitere und besinnliche Eindrücke von seiner Pilgerreise erfahren möchte, ist eingeladen einen Stimmungsbericht unter dem Motto „Pilgern auf Mühlviertlerisch“ zu besuchen. Der Jakobsweg war für Thomas Pree eine große Herausforderung, aber unvergleichlich schwieriger wird es sein, die Finanzierung der Kirchensanierung auf die Beine zu stellen. Pree: „Benefiz-Veranstaltungen sind gut und wichtig, aber damit wird die Sanierung nicht zu stemmen sein, deshalb bitten wir auch um steuerlich absetzbare Spenden für die Sanierung der Pfarrkirche.“

TERMIN UND INFOS

„Pilgern auf Mühlviertlerisch“ 

Vortrag von und mit Thomas Pree  

Donausaal Mauthausen 6. März 2016, 16 Uhr

Eintritt: freiwillige Spenden für die Sanierung der Pfarrkirche Mauthausen

Das Sanierungsprojekt im Donaumarkt kann man auch unterstützen mit einer Spende auf das

Treuhandkonto Bundesdenkmalamt

Verwendungszweck: Spende Pfarrkirche Mauthausen

IBAN: AT28 3477 7000 0385 3181


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