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Leserartikel Margarete Frühwirth, 30.05.2016 07:35

MAUTHAUSEN. Mitglieder der Reservistenkameradschaft Püttlingen kamen kürzlich aus dem Saarland zu einem einwöchigen Arbeitseinsatz angereist und brachten den internationalen Soldatenfriedhof auf Hochglanz.

  1 / 9   Die Reservisten Kameradschaft versteht sich als eine Gruppierung mit sozialer und kultureller Ausrichtung.

„Wir haben jeden Stein von Moos und Flechten gereinigt und die Inschriften erneuert,“ sagte Bernd Längler, Vorsitzender der Kameradschaft. „Unsere Motivation liegt hauptsächlich darin begründet, mit sinnvoller Arbeit das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Arbeit gegen das Vergessen ist uns eine Herzensangelegenheit.“ Die Reservisten Kameradschaft versteht sich als eine Gruppierung mit sozialer und kultureller Ausrichtung. Sie hat zahlreiche Arbeitseinsätze auf Soldatenfriedhöfen der beiden Weltkriege geleistet. Im italienischen Lavarone haben sie im Auftrag des österreichischen Schwarzen Kreuzen die Holzkreuze des österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhofes restauriert. Ihr letzter Einsatz in Österreich war vor zwei Jahren in Linz Urfahr. Seit sieben Jahren unterstützt sie darüber hinaus ein Waisenhaus in Rumänien.

INFO

Internationaler Soldatenfriedhof Mauthausen

Während des Ersten Weltkrieges wurde neben Lagern in Freistadt, Marchtrenk, Braunau, Aschach, Schärding, Wegscheid und Katzenau bei Linz auch in Mauthausen ein Kriegsgefangenenlager errichtet. Davon zeugt heute der Internationale Soldatenfriedhof, auch „Italienerfriedhof“ genannt. Er befindet sich im östlichen Ortsende von Mauthausen. Auf diesem Areal errichteten Häftlinge im September 1914 Baracken, in die ein Monat später 300 gefangene Russen einzogen. Bis Ende November trafen hier mehr als 7000 Serben ein. Ein halbes Jahr später hatte die als Fleckfieber bekannte Seuche bereits Tausenden das Leben gekostet. Nach Verlegung der Kriegsgefangenen und einer darauffolgenden Reinigung wurden italienische Kriegsgefangene interniert. Die Schlachten am Isonzo ließ die Belegzahlen auf 40.000 Gefangene ansteigen. Viele Gräber erinnern hier an dieses Massenlager.


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