Balthasar Rieser war 13 Jahre Fährmann
MAUTHAUSEN. Rund 20 Fährmänner bringen seit nunmehr 22 Jahren jährlich etwa 30.000 Passagiere von einem Ufer der Donau zum anderen. Balthasar Rieser (70) war einer von ihnen.

Nun beendet Rieser nach 13 Jahren das Kapitel Fährmann. „Ich habe das immer sehr gerne gemacht. Anders als im normalen Leben sind die Passagiere auf der Radfähre immer gut drauf und zu Scherzen aufgelegt“, erzählt Rieser, der sich für seinen letzten Arbeitstag nicht gerade das beste Wetter ausgesucht hat. „Mein letzter Tag war gleichzeitig der erste Tag im September, an dem das Wetter schlecht war. Gefahren sind wir aber trotzdem.“ Neben einer spektakulären Kulisse, die einen Blick nach Mauthausen, nach Enns oder nach St. Pantaleon bietet, tragen die Fährmänner auch jede Menge Verantwortung.
Sicherheit steht immer im Vordergrund
„Erst im August wurde der Ernstfall wieder geübt, als wir 'Mann über Bord' simulierten. Das ist wichtig, passieren kann ja immer was“, so Rieser. Auf die Frage, warum er sich nach 13 Jahren dazu entschlossen hat, der Radfähre den Rücken zu kehren, antwortete Rieser knapp: „Mir hat diese Arbeit immer sehr viel Freude bereitet, aber wie sagt man doch so schön: Man solle aufhören, wenn es am schönsten ist.“


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