Rotes Kreuz Melk: Einführung des Bezirkseinsatzleiters

Margareta Pittl Online Redaktion, 06.02.2019 11:44 Uhr

BEZIRK MELK. Mit Februar startete im politischen Bezirk Melk die Einführung des Bezirkseinsatzleiters (BEL). Künftig ergänzt der Rotkreuz-Bezirkseinsatzleiter bei schwierigen Einsätzen das Rettungsteam vor Ort, derzeit erfolgt der Rollout des Systems in ganz Niederösterreich. „Die organisatorischen Anforderungen am Einsatzort erfordern zunehmend rasches Handeln und Führen – gleichzeitig ist es aber die eigentliche Aufgabe der Sanitäter, sich um die Versorgung der Verletzten zu kümmern“, erklärt Bezirksstellenkommandant Gerhard Scheiber vom Roten Kreuz Melk. „Ziel ist es, durch den Bezirkseinsatzleiter eine gut geschulte Führungskraft vor Ort zu haben, die diese zusätzlichen Aufgaben übernimmt.“ 

„Der Testbetrieb wurde 2016 gestartet, jetzt sind wir in Melk gerade in der Startphase und gehen in unseren Vollbetrieb über“, erklärt Bezirksstellenleiter Peter Hruschka vom Melker Roten Kreuz. „Aufgabe des Bezirkseinsatzleiters ist es, sich um alle organisatorischen Anforderungen, wie zum Beispiel das Kommunizieren mit anderen Einsatzorganisationen oder die laufende Lageberichterstattung zu kümmern. Bisher wurden diese Aufgaben von den Rettungskräften zusätzlich übernommen, jetzt soll der Bezirkseinsatzleiter die Teams vor Ort weiter verstärken.“

 

Bei größeren Einsätzen

Im politischen Bezirk Melk wird der Bezirkseinsatzleiter gemeinsam mit den Bezirksstellen Pöggstall und Ybbs betrieben. Alternierend werden Führungskräfte auf dem Fahrzeug eingesetzt. Am 1. Februar hat der designierte Bezirkskommandant Markus Köck persönlich den ersten Dienst begonnen. Am 4. Februar startete die Bezirksstelle Melk für die kommenden zwei Wochen mit der Besetzung. Dieser wird bei größeren oder herausfordernden Einsätzen durch den 144-Notruf-Niederösterreich alarmiert und fährt mit einem eigens ausgestatteten Fahrzeug zum Einsatzort. Er kümmert sich um die Kommunikation mit der Leitstelle und den anderen Einsatzorganisationen wie Feuerwehr und Polizei, um die Nachalarmierung weiterer Kräfte und die laufenden Lagemeldungen. Zudem fordert er bei Bedarf Sondereinheiten an und erledigt die Einsatzdokumentation. Somit können sich die Rettungsdienst-Mitarbeiter voll und ganz um die Versorgung der Betroffenen kümmern, ohne sich der organisatorischen Maßnahmen annehmen zu müssen.

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Sora Enso will in Ybbs und Tschechien expandieren

YBBS. Stora Enso führt Machbarkeitsstudien für eine mögliche weitere CLT-Produktion (Cross-Laminated Timber; Brettsperrholz) im tschechischen Werk Ždírec sowie für die mögliche ...

Alpakas für den Himmelschlüsselhof

TEXINGTAL. Der Himmelschlüsselhof in Texing freut sich über tierischen Zuwachs. Auf dem Bio-Hof werden seit über 25 Jahren geistig und mehrfach behinderte Menschen betreut. Das gemeinsame ...

Arbeitsplatz Himmel: Markus Haslinger hebt für seine Bilder ab

EITENTAL. Wissentlich oder unwissentlich – in den Genuss von Markus Haslingers Fotos kam in unseren Breiten jeder schon einmal. Zahlreich sind seine zumeist aus der Luft gemachten Aufnahmen in Zeitungen, ...

Frontalzusammenstoß: 17-jähriger Mopedfahrer kollidiert mit Pkw

RUPRECHTSHOFEN. In den Mittagsstunden verunfallte heute, 17. Juli, ein junger Moped-Lenker. Er geriet auf einer Gemeindestraße auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem ihm entgegenkommenden ...

Nichts für Zartbesaitete: Aus dem Arbeitsalltag der Parksheriffs

MELK. „Hast du nix Besseres zu tun?“, ist noch eine der harmloseren Bemerkungen, die Alex und Kathrin bei ihrer Arbeit regelmäßig zu hören bekommen. Die beiden sind Organe der Melker ...

Update: Schwerer Verkehrsunfall im Melker Stadtzentrum – Lenker verstorben

MELK. Jener 57-jährige Fahrzeuglenker, der am 10. Juli im Melker Stadtzentrum verunfallt war, ist laut Polizei seinen schweren Verletzungen erlegen.

Neues Gipfelerlebnis auf der Burgsteinmauer in St. Oswald

ST. OSWALD. Am 975 Meter hohen Gipfel der Burgsteinmauer hat sich zuletzt einiges getan. Nicht nur das Gipfelkreuz wurde erneuert.

Arbeiter stürzt in Yspertal von Kran und verletzt sich schwer

YSPERTAL. Ein schwerer Arbeitsunfall ereignete sich heute, 15. Juli, in Yspertal. Ein 52-Jähriger stürzte aus 3,5 Metern Höhe von einem Kran.