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Melk. Schnell sein bringt Erfolge und Applaus – doch nicht immer: Beim Mitropa Cup-Lauf in Ungarn war Michael Kogler offenbar so manchem ein bisschen zu flott unterwegs. Es erfolgte ein Ausschluss.

Michael Kogler wurde in Ungarn ausgeschlossen. Foto: UNIOR Racing Team Austria
Michael Kogler wurde in Ungarn ausgeschlossen. Foto: UNIOR Racing Team Austria

„Ich habe gewusst, was bei dieser Rallye auf mich zukommt, da einige Prüfungen bereits Teil eines IRC-Laufs waren, den ich 2011 bestritten habe. Die schnellen Passagen waren mir daher bekannt und meine Copilotin Tina Annemüller und ich haben uns gleich gut zurechtgefunden und einen perfekten Aufschrieb erstellen können. So konnten wir von Beginn an richtig attackieren.“ – Michael Kogler blickt zurück auf die Rallye Baranya Kupa, die am vergangenen Wochenende als Lauf zum Mitropa Cup abgehalten wurde. Eine Rallye, bei der Kogler seine gute Form einmal mehr bestätigen konnte: In der 2WD führte Kogler im Citroën DS3 R3 von der ersten Prüfung an überlegen das Feld an, im Gesamtklassement kam es zu einem heißen Duell mit Hermann Gassner. Nach der siebenten von neun Prüfungen lag Kogler als Gesamt-Zwölfter und Führender der 2WD exakt 5,3 Sekunden vor Gassner. Doch ganz offenbar scheint Michael Kogler für manche bereits zu schnell unterwegs zu sein. Anders kann sich UNIOR Racing Team Austria-Teamchef Gottfried Kogler das folgende Szenario nicht erklären: „Als Michael nach SP7 ins Ziel kam, fehlte vorne die Stoßstange und der linke Hauptscheinwerfer. Ich dachte, er sei wo angeschlagen, doch das war nicht der Fall – die Teile dürften bei einem Sprung abgeschlagen worden sein. Im Service kam ein offizieller Techniker zu uns und sagte: „Scheinwerfer braucht man schon!“ Wir haben daraufhin einen linken Zusatzscheinwerfer montiert – der Techniker zeigte mit dem Daumen nach oben und versicherte uns: Ja, so könnt ihr weiterfahren. Nach dem Regrouping fuhr Michael zum Start der SP8. Dort kam ein anderer Technikkommissar und meinte: Nicht starten! Kein Blinker! Michael machte ihn darauf aufmerksam, dass am Kotflügel ein zweiter Blinker serienmäßig installiert sei und dass der andere Techniker die Starterlaubnis gab. Doch das nützte nichts, der Techniker ging einfach weiter.“ Das UNIOR Racing Team Austria bestand in der Folge auf eine schriftliche Begründung für den Ausschluss. Während man Teamchef Gottfried zwei Stunden auf die Begründung warten ließ, hörte sich der Melker um: „Es wurde uns zugetragen, dass der Ausschluss offenbar auf Intervention eines Mitbewerbers erfolgt ist. Viele Konkurrenten zeigten ihr Unverständnis für diese Entscheidung und gaben uns Recht. Die schriftliche Begründung besagte dann, dass der Wagen nicht dem Homologationsfoto entsprochen habe.“ Nun zieht Gottfried Kogler die Konsequenzen aus der Farce: „Diese Rallye war für uns die Reise nach Ungarn nicht wert, wir werden nicht mehr im Mitropa Cup antreten.“


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