AK-Bilanz: 4,22 Millionen Euro für Melker Arbeitnehmer
BEZIRK MELK. Die Arbeiterkammer (AK) Melk zog im Zuge einer Pressekonferenz Bilanz: 4,22 Millionen Euro holte man für Arbeitnehmer im Jahr 2018.

Als im Vorjahr für eine Brot- und Gepäckausführerin aus dem Bezirk Melk ein Kuraufenthalt notwendig wurde und sie davon ihrem Dienstgeber erzählte, versuchte dieser eine einvernehmliche Lösung des Dienstvertrages zu erzwingen. Die Brot- und Gepäckausführerin wandte sich an die AK Melk. „Dabei stellte sich heraus, dass mehrmalig die Arbeitszeit ohne Zustimmung der Dienstnehmerin reduziert worden war und sie außerdem als 'sonstige Arbeitnehmerin' falsch gemeldet und entlohnt wurde“, berichtete AK-Bezirksstellenleiter Peter Reiter. Die AK intervenierte, der Arbeitgeber hatte ein Einsehen und die Dienstnehmerin erhielt rund 7.700 Euro. „Es wird zwar immer von einigen wenigen schwarzen Schafen gesprochen, aber dahinter steckt immer ein Schicksal“, so Reiter.
8.000 Beratungen
Seine Bezirksstelle holte im Vorjahr 4,22 Millionen Euro für Arbeitnehmer aus der Region. „Das umfasst sowohl Steuerrückholaktion wie den Konsumentenschutz. Den größten Brocken macht naturgemäß unsere Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz oder in sozialrechtlichen Fragen aus“, erklärte Reiter, der gemeinsam mit seinem Team im Vorjahr rund 8.000 Beratungen durchgeführt hat. Vor einer Kürzung der AK-Beiträge warnte indes AK NÖ-Vizepräsident Michael Fiala: „Sehr viele unserer Mitglieder brauchen den Rechtsschutz der Arbeiterkammer, weil sie sich den Weg zu Gericht sonst nicht leisten könnten.“
Steuersparwochen
Von 1. bis 16. März lädt die AK Melk wieder zu den Steuersparwochen. Dabei kann in wenigen Minuten mit Unterstützung des AK-Teams der Steuerausgleich erledigt werden.


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