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MELK. Rund ein Jahr nach dem großen Friedensschluss zwischen Stift und Stadt zogen die Versöhnten bei einer Pressekonferenz Bilanz. Sie zeigten sich dabei parteiübergreifend einig. 

V. l.: Thomas Gruber (FP), Bettina Schneck (Grüne), Patrick Strobl (VP), Abt Georg Wilfinger, Ute Reisinger (VP) und Jürgen Eder (SP)

Ein Streit um Abgaben auf Ticketverkäufe in Millionenhöhe, die die Stadt vom Stift einforderte, sorgte bis Anfang 2018 für einen heftigen Schlagabtausch. All das ist nun Geschichte. Im September des Vorjahres wurde ein neuer Bund geschlossen. Vier Vereinbarungen traf man damals, die den schief hängenden Stadtsegen wieder ins Lot brachten. Eine bezog sich etwa auf den Grundstückstausch für den Brückenneubau über den Donaualtarm – die Arbeiten dafür konnten vor wenigen Tagen starten. Eine andere auf die Stiftsgrundstücke im Süden der Stadt. Dort vermarkten Stadt und Stift derzeit 35 Baurechtsgründe. Fünf Gründe sind bereits vergeben. Derzeit wird die nötige Infrastruktur geschaffen, in wenigen Wochen könnten die Häuslbauer dann schon mit den Arbeiten beginnen. Außerdem laufen die Planungen für das interkommunale Betriebsgebiet zwischen Feuerwehrhaus und neuem Kasernenareal. 

„Altlasten beseitigt“

„Wir wollen signalisieren, dass wir hinter unseren Beschlüssen stehen“, begründet Melks VP-Stadtchef die kürzlich einberufene Pressekonferenz, die der „gemeinsamen Entwicklung der Stadt Melk“ gewidmet war. Neben ihm sitzend: Abt Georg Wilfinger und die Oppositionschefs aller Parteien. „Die Altlasten sind beseitigt, das Gesprächsklima ist sehr gut. Wir können gemeinsam in die Zukunft schauen“, weiß der frisch wiedergewählte Stiftsabt Wilfinger von der Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde zu berichten. „Es kann so weitergehen“, zeigte sich ebenso Strobl mit dem aktuellen Beziehungsstatus sehr zufrieden. Auch die Vorsitzenden der Oppositionsparteien lobten die wiedergefundene Eintracht. „Ich freue mich, dass es wieder eine positive Zusammenarbeit mit dem Stift gibt. Das Stift ist einer der wichtigsten Partner der Stadtgemeinde“, so der Melker FP-Vorsitzende Thomas Gruber. „Es ist wichtig, einander mit Respekt zu begegnen, es darf nie wieder so eskalieren“, betonte Grünen-Chefin Bettina Schneck. Und auch SP-Vorsitzende Jürgen Eder gab sich erfreut darüber, dass „die jahrelangen Probleme nun ausgeräumt sind“. 


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