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LUBEREGG. Rund 400 Mitglieder und Ehrengäste fanden sich am 9. September beim Empfang zum Sommerausklang der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) auf Schloss Luberegg bei Emmersdorf (Bezirk Melk) ein.

  1 / 3   Scheckübergabe: (v. l.) IV-NÖ-Geschäftsführerin Michaela Roither, IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer, Fabian Scholda (Standortleiter NÖ Süd bei Sindbad Social Business) und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger. (Foto: Felix Büchele, Felixfoto)

Nach über zwei Jahren seit dem letzten Sommerfest der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ), nutzte deren Präsident Thomas Salzer die Zusammenkunft in Luberegg vor allem als Anlass, um Danke zu sagen: „Seit März 2020 sind die Unternehmen mit noch nie da gewesenen Herausforderungen konfrontiert – mein besonderer Dank gilt daher all unseren Funktionärinnen und Funktionären, die sich in dieser schwierigen Zeit so sehr für den Industriestandort Niederösterreich eingesetzt haben.“

 Über 220 betriebliche Impfstraßen

So einschneidend und fordernd diese Zeit war und auch immer noch ist, so bedeutend war auch die Rolle der heimischen Industrie, wie Salzer erklärte: „Dank unserer Industriebetriebe konnte die Versorgung mit Lebensmitteln, Medizinprodukten und Gütern des täglichen Bedarfs aufrechterhalten werden. Die Industrie hat auch im Lockdown weiterproduziert und somit Arbeitsplätze und damit auch unseren Wohlstand abgesichert.“ Darüber hinaus hätten die Betriebe viel Engagement bei der Bekämpfung der Pandemie gezeigt: Es gab über 220 betriebliche Impfstellen in Niederösterreich – etwa zwei Drittel davon in den Industriebetrieben.

 Green Deal: Industrie ist Teil der Lösung, nicht des Problems

„Nun gilt es, den Aufschwung, den wir gerade erleben nicht durch Hindernisse wie neue Steuern, Abgaben oder Umweltauflagen zu bremsen“, so Salzer. Der Kampf gegen den Klimawandel sei unbestritten eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. „Die Industrie ist Teil der Lösung beim Thema Green Deal. Klima-effiziente Produkte aus Österreich, aber auch innovative technische Lösungen unserer Industrie sind die Enabler des Green Deals“, so Salzer.

 Salzer: „Der Weg aus der Krise gelingt nur mit ausreichend Fachkräften“

Der Fachkräftemangel müsse weiter entschärft werden, wie Salzer einmal mehr betonte: „Wenn wir international erfolgreich bleiben wollen, müssen wir besser sein als die Konkurrenz.“ Leider gebe es aber immer noch eine große Kluft zwischen den nachgefragten und verfügbaren Qualifikationen am Arbeitsmarkt. „Hier müssen wir – gemeinsam mit den Sozialpartnern und der Politik – ansetzen, damit wieder mehr Menschen in das Erwerbsleben finden“, so Salzer. Aus diesem Grund stehe die IV-NÖ auch in regem Austausch mit Landespolitik, Sozialpartnern und dem AMS, erklärte Salzer und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit bei den zahlreichen arbeitsmarktpolitischen Projekten.

 Danninger: „Industrie ist Wachstumstreiber des blau-gelben Aufschwungs“

In Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner überbrachte Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) die Grußadresse seitens des Landes Niederösterreich. Er betonte dabei die gute Zusammenarbeit zwischen der IV-NÖ und der Landesregierung. „Aktuell zeigt sich, dass Länder mit einem hohen Industrieanteil wie Niederösterreich schneller aus der Krise kommen als andere Regionen Europas. Denn die Industrie ist ein wesentlicher Wachstumstreiber des aktuellen Aufschwungs. Sie ist für rund ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung und für tausende Arbeitsplätze im Land verantwortlich.“ Darüber hinaus thematisierte Landesrat Danninger den Fachkräftemangel in Niederösterreich: „Um das Maximum aus diesem Aufschwung herauszuholen, brauchen unsere Industriebetriebe mehr Schlüsselkräfte aus dem Ausland. Dazu hat ecoplus aktuell ein neues Service für Expats, die sich in Niederösterreich niederlassen und hier arbeiten wollen, ins Leben gerufen.“

Spendenscheck übergeben

 Um den Fachkräftemangel einzudämmen, unterstützt die IV-NÖ auch konkrete Projekte im Bildungsbereich. Daher wurde im Rahmen des Spätsommerfest ein Spendenscheck über 6.000 Euro an den Verein Sindbad übergeben, der unter anderem Mentoringprogramme organisiert, die bildungsbenachteiligte Jugendliche mit Studierenden und Unternehmen vernetzen.


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