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MICHELDORF. Die Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege Oberösterreich (GLD) hat die fünf Gebäude des „Sensenschmiedemuseums Micheldorf“ von den privaten Eigentümern Caspar Zeitlinger GmbH und Familie Just erworben (Tips berichtete). Dieser Schritt wurde bei einer Festveranstaltung im Museum gefeiert.

Georg Spiegelfeld-Schneeburg, Präsident der Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege OÖ, und Bundesrat Bürgermeister Ewald Lindinger, Vizeobmann des Vereins zur Pflege und Erhaltung der Kulturgüter der Sensenschmiede (v. l.), Foto: Egelseder

Gottfried Kneifel, der Präsident des Bundesrates, bezeichnete in seiner Festansprache das Museum als eindrucksvolles Kulturdenkmal. Er verwies in Vertretung von Landeshauptmann Josef Pühringer nicht nur auf die lange industrielle Tradition Oberösterreichs, sondern auch auf die Wichtigkeit der Pflege starker Wurzeln für die industrielle Zukunft des Standortes Oberösterreich.

Der Präsident der GLD Georg Spiegelfeld-Schneeburg kündigte vor den mehr als 120 Gästen ein professionelles Konzept für ein Technik- und Industrie-Museumsnetzwerk für Oberösterreich an. Gottfried Kneifel sicherte für diese Vorhaben nicht nur Rat, sondern auch Tat des Industrielandes Oberösterreich zu.

Herta Neiß, von der Johannes Kepler Universität Linz, arbeitete an der Landesausstellung 1998 mit, meinte, an der Unternehmerperson Caspar Zeitlinger, der im 19. Jahrhundert die Micheldorfer Sensenwerke zu einem bedeutenden frühindustriellen Betrieb ausbaute, lasse sich die Geschichte festmachen. Er sei ein gutes Alleinstellungsmerkmal für das Museum.

Im Anschluss konnten sich die Gäste, darunter viele Nachfahren Caspar Zeitlingers, von der Qualität der zahlreichen Objekte, der Wichtigkeit und der Zukunftsfähigkeit dieses ambitionierten Vorhabens überzeugen.

Attraktivierung des Museums

Der Betrieb wird vorerst unverändert weiterlaufen. Nach einer Bestandserhebung prüft die GLD die Möglichkeiten zur Attraktivierung des Museums. „Wir wollen wieder Leben ins Museum bringen und uns um die Erhaltung und Pflege der Gebäude kümmern“, so Christina Schmid, Geschäftsführerin der GLD. Zu Beginn stehen restauratorische Anliegen im Vordergrund: Die historischen Gebäude sollen vorbildlich saniert und so für die nächsten Generationen gesichert werden. „Dazu muss man Geld in die Hand nehmen. Man braucht Experten und Professionisten. Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, so Bundesrat Bürgermeister Ewald Lindinger.

Ziel der GLD ist es 2017 gemeinsam mit dem Betreiber „Verein zur Pflege und Erhaltung der Kulturgüter der Sensenschmiede“ neu zu starten. Die GLD freut sich über all jene, die bereit sind, sie bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu helfen. Kontakt: office@denkmalpflege.at


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