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Leserartikel Jakob Weiermair, 21.06.2016 09:50

MICHELDORF/OÖ. Mitte Juni 1998 konnte Landeshauptmann Josef Pühringer bereits den hunderttausendsten Besucher bei der bezirksübergreifenden Landesausstellung „Land der Hämmer – Heimat Eisenwurzen“ begrüßen.

Eisenverarbeitung entlang der Oberösterreichischen Eisenstraße Foto: weihbold
  1 / 2   Eisenverarbeitung entlang der Oberösterreichischen Eisenstraße Foto: weihbold

In 23 Gemeinden der Region wurden 1998 rund 30 Einzelausstellungen präsentiert, die Geschichte und Tradition der Oö Eisenstraße in den Fokus rückten. Die Landesausstellung war also nicht auf einen Ort oder Bezirk in Oberösterreich beschränkt, sondern betonte den Zusammenhang einer gesamten Region und trug so auch zu einer touristischen „Markenbildung“ der Region Pyhrn-Eisenwurzen bei.

Marke „Pyhrn-Eisenwurzen“

Diese Marke wurde allerdings seither von anderen touristischen Marken weitgehend verdrängt beziehungsweise auf verschiedene Tourismusregionen aufgeteilt (beispielsweise „Pyhrn-Priel Region“ oder „Nationalpark Kalkalpen Region“). Um die Marke „Pyhrn-Eisenwurzen“ wurde es bald nach der Landesausstellung sehr ruhig – an einer Neupositionierung wird laut Internetauftritt der „Eisenstraße OÖ“ gearbeitet.

Erfolgreiche Landesausstellung

1998 widmete man sich aber intensiv der „Pyhrn-Eisenwurzen“: Seit dem Mittelalter wird in diesem Gebiet Eisen verarbeitet. Vom steirischen Erzberg führte die Eisenstraße durch Enns-, Steyr und Kremstal. Hammerwerke und Schmieden sorgten auch im Kremstal für viel Wohlstand. In Micheldorf stand bei der Landesausstellung mit dem Sensenschmiede-Museum vor allem auch die Sensenschmiede-Tradition rund um die „Schwarzen Grafen“ im Mittelpunkt.

Viele weitere Gemeinden des Bezirks Kirchdorf waren an der Landesausstellung 1998 beteiligt: von Molln über Roßleithen und Windischgarsten bis hin zu Steinbach an der Steyr. Der Nationalpark Kalkalpen bildete so etwas wie das Herzstück der Landesschau, um den herum sich die Gemeinden präsentierten. Als Leitprojekt galt der Innerberger Stadel in Weyer, wo der Rohstoff Eisen in seiner vielfältigen Bedeutung präsentiert wurde.

Kulturprojekt

Maßgeblicher Initiator der Landesausstellung 1998 war der Verein Eisenstraße, der sich über viel Engagement vonseiten der Bevölkerung aus der gesamten Region freuen durfte. So wurden etwa historische Gebäude wieder instand gesetzt, Werkstätten restauriert sowie Themenwege, Museen und Schaubetriebe errichtet.

Landeshauptmann Josef Pühringer zeigte sich daher nicht nur bei der Begrüßung des hunderttausendsten Besuchers erfreut über die gute Annahme der Landesschau und verwies auf die Besonderheit dieses Kulturprojekts.


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