Schutzgebiete wollen sich vernetzen
MOLLN. Die Schutzgebietsverantwortlichen von Nationalpark Kalkalpen, Nationalpark Gesäuse (Steiermark) und Wildnisgebiet Dürrenstein (Niederösterreich) erarbeiteten mit den großen Grundbesitzern Österreichische Bundesforste AG und Steirische Landesforste ein Konzept für einen Schutzgebietsverbund.

Seit drei Jahren arbeiten die Nationalparks Kalkalpen und Gesäuse sowie das Wildnisgebiet Dürrenstein intensiver zusammen. Die bestehenden Lebensräume sollen vernetzt werden, um Naturschätze wie die letzten Urwaldflächen der nördlichen Kalkalpen langfristig zu sichern. Oft sind die geschützten Lebensräume zu klein, um die Art dauerhaft vital zu erhalten.
Die naturschutzfachliche Planung eines Schutzgebietsverbundes ist abgeschlossen. Die Arbeiten der vergangenen Jahre wurden nun in einem Planungskonzept veröffentlicht. Das Kernstück ist die Modellierung der potenziellen Trittsteinflächen, in die alle verfügbaren Parameter eingeflossen sind. Es liegt somit eine fundierte Grundlage vor, die den Verantwortlichen die Umsetzung eines Biotopverbundes gemeinsam mit den Grundeigentümern ermöglichen soll.
Nächste Schritte geplant
„Wichtigster Schritt ist die Veröffentlichung eines Konzeptes mit mittel- und langfristigem Plan. Wir liefern Beispiele, wie eine Verbindung konzipiert werden könnte und haben auch vereinbart, wie wir künftig zusammenarbeiten wollen. Nach der Vorstellung des Planungskonzeptes folgen die weiteren Schritte. Im Moment wird die Finanzierung von ersten Trittsteinen als Pilotprojekte verhandelt“, erzählt Nationalpark Kalkalpen Direktor Erich Mayrhofer: „Nach Beendigung dieses Projektes ist ein Folgeprojekt vorgesehen, das die weitere Umsetzung behandeln wird.“
Planungskonzept
Das Planungskonzept kann im Nationalpark Zentrum Molln kostenfrei angefordert werden, Anfragen an: christoph.nitsch@kalkalpen.at


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