Schweißtreibende Arbeit an steilen Bergwiesen
MOLLN. Die Mitglieder des 2014 gegründeten Vereins „Bergwiesn - Kulturlandschaftserhaltungsverein Steyrtal“ kümmern sich mittlerweile um etwa fünfzig Hektar Land. Damit sorgen sie für Artenvielfalt auf Kirchdorfs Steilhängen.

„Die Arbeit auf den Bergwiesen ist knochenhart“, betont der Mollner Christian Hatzenbichler, Gründer des Vereins Bergwiesn, gleich zu Beginn des Gesprächs. Angefangen hat das Ganze im Herbst 2014: Gemeinsam mit seinem Bruder Andreas verbrachte er seine freie Zeit auf der Bergwiese seines Großvaters, um dort im Einklang mit der Natur seinen Körper ins Schwitzen zu bringen: „Zu Beginn lag unser Fokus gar nicht unbedingt auf der Pflege der Wiese. Wir wollten uns einfach bei einer ursprünglichen Arbeit wie der Sensenmahd auspowern“, erzählt er. Als die Brüder merkten, welchen Mehrwert ihre Arbeit für die Bergwiese darstellte, war schnell die Idee geboren, einen Verein zu gründen: „Je mehr Menschen zusammenhelfen, umso mehr kann umgesetzt werden“, ist der Mollner überzeugt.
Fünfzig Hektar Bergwiesen
Die ersten Vereinsjahre waren aber alles andere als einfach: „Die ersten Jahre waren spannend und deprimierend. Wir waren zu Beginn nur zu zweit und mussten uns auch erst alle Maschinen und Arbeitsgeräte besorgen“, erinnert sich Christian Hatzenbichler. Aus den zwei Vereinsmitglieder sind zwanzig und aus den sieben Hektar Land fünfzig geworden: „Mittlerweile ist der Verein Bergwiesen für die Mahd und Pflege von etwa fünfzig Hektar Land zuständig. Ein Großteil der Flächen ist im Besitz der Österreichischen Bundesforste und vom Verein gepachtet. Der Rest ist Privatbesitz“, erzählt der Vereinsobmann. Unter der Obhut der zwanzig Vereinsmitglieder befinden sich unter anderem die Weissengruberwiese nördlich der Schwalbensteinmauer in Molln, die Planwiese im Naturschutzgebiet Planwiesen zwischen Agonitz und Steyrdurchbruch sowie der Bodinggraben an der südlichen Gemeindegrenze Mollns.
Kulturgut und Artenvielfalt
Durch die langfristige Bewirtschaftung der Wiesenflächen erhalten die verschiedensten Heilkräuter wieder die Möglichkeit, sich zu entfalten. Immerhin zählen Österreichs Kalkalpen zu den artenreichsten Biotopformen. „Wir arbeiten in der Natur, mit der Natur und für die Natur. Das gibt einem unglaublich viel zurück“, beendet Christian Hatzenbichler seine Erzählung.


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