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NAARN. Jagd, Landwirtschaft und Politik suchen den Dialog. Das machte der diesjährige Bezirksjägertag am Samstag im Gasthaus Lettner besonders deutlich.

Jagdhornbläser stimmen den Bezirksjägertag 2016 in Naarn ein.
  1 / 3   Jagdhornbläser stimmen den Bezirksjägertag 2016 in Naarn ein.

Pergs Bezirksjägermeister Ulf Krückl begrüßte unter anderem Bezirkshauptmann Werner Kreisl, Rosemarie Ferstl (Obfrau Bezirksbauernbund) und Landesjägermeister-Stellvertreter Volkmar Angermeier. Kreisl gratulierte gleich zu Beginn Elfriede Moser zum beruflichen Aufstieg, verlieh aber auch seinem Bedauern über ihren Weggang aus der Bezirkshauptmannschaft  Ausdruck. Die 47-Jährige leitet seit fünf Jahren den Forsttechnischen Dienst der BH Perg und wird mit April neue Landesforstdirektorin.

Ulf Krückl stellte den diesjährigen Bezirksjägertag unter das Motto „Jagd im Dialogfeld mit der Politik“ und formulierte damit seinen Wunsch nach offenen Gesprächen zwischen Behörde, Bauern und Jagd. Die Rahmenbedingungen für die Jagd wären durch Verordnungen und Gesetze so ausgelegt, dass sie die Interessen der Jäger einschränkten.  Doch das ist nicht die einzige Sorge, die der Jägerschaft Sorge bereitet. Je mehr Menschen sich in den Wäldern tummeln, desto mehr würde das verschreckte Wild in abgelegene Gebiete ziehen. Höhere Verbiss-Schäden seien dort die logische Folge.

Vernünftiger Dialog statt Paragrafen

Hier knüpfte auch Landesrat Michael Strugl in seiner Festrede an. „Es gilt, einen fairen Ausgleich der Interessen herbeizuführen. Wenn ein Gesetz Schwierigkeiten macht und überdacht werden muss, dann stehe ich dazu. Aber immer, wo wir einen Richter brauchen, ist eh schon was schlecht gelaufen. Auch für mich kann es eine geregelte Nutzung des Waldes nicht geben ohne Perspektiven zum Schutz des Waldes und des Wildes, aber auch der Menschen, die den Wald in ihrer Freizeit nutzen können. Ein vernünftiger Dialog ist wichtig, um möglichst wenig mit Paragraphen regeln zu müssen,“ so Strugl, dessen Rede von den Jägerinnen und Jägern mit starkem Applaus aufgenommen wurde. Für ihr schnelles umsichtiges Handeln wurden Helmut Eichinger und Christoph Lettner (Mitterkirchen) und Josef Huber (Windhaag) besonders gewürdigt. Sie leisteten während einer Jagd erfolgreich Erste Hilfe und leiteten notwendige Maßnahmen ein, die Leopold Lettner (Mitterkirchen)nach einem Herzinfarkt das Leben retten konnten.

Ehrungen

Für 50 Jahre Ausübung des Jagdhandwerkes wurden zehn Waidmänner geehrt. Für 60 Jahre Ausübung des Jagdhandwerkes: Fritz Kühberger, Saxen; Johann Gaisberger, Windhaag; Franz Raferzeder Ried/Rdm.; Franz Hartl, St. Georgen/Gusen. Rupert Haider, Pabneukirchen wurde für 70 Jahre Ausübung des Jagdhandwerkes geehrt.

Jagdjahr 2015

1170 Jäger sind derzeit laut Jagdkarten-Statistik im Bezirk Perg aktiv (ein Plus von 24 zum Jahr 2014). Dazu kommen 26 Jagdgastkarten. 38 Personen haben im vergangenen Jahr die Jagdprüfung bestanden. 15 Hunde haben die Brauchbarkeitsprüfung bestanden.

101 % Abschlussplanerfüllung 

4663 Abschüsse gab es im vergangenen Jagdjahr beim Rehwild. (Abschussplan  4613).

Sonstiges Wild Bei den Fasanen stieg der Abschuss auf 1157 Tiere (2014: 1138). Bei den Hasen wurden 1789 zur Strecke gebracht (im Vorjahr 1145). Einen Rückgang gab es bei den Wildenten: 818 (2014: 1052). Wildgänse 20 (2014: 15). Füchse 667 (2014: 595); Iltisse 68 (2014: 35); Schwarzwild 86 (2014: 71); Als Besonderheit: ein Mink( eine aus den USA eingeschleppte Art großer Nerze), der als Rarität präpariert werden soll.


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