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NATTERNBACH. Vier Eichenstämme, der Geruch von Benzin und lautstarkes Geheule von Motorsägen, die Sägespäne durch die Luft wirbeln - das erste Kunstsymposium im IKUNA Natternbach stellt die Natur in den Fokus der Kunst. Vier Bildhauer erschufen von 8. bis 12. Oktober einzigartige Objekte und formten aus Holz neues Leben.

  1 / 45   Bildhauermeister Anselm Reiter aus Purkersdorf stellt seine Holzskulpturen in Einzel- und Gruppenausstellungen aus. Geschnitten, geschnitzt und bearbeitet wird direkt aus dem Baumstamm heraus. Fotos: LangS

Vier Künstler, vier Stile und vier Arbeitsweisen werden innerhalb von vier Tagen beim ersten Kunstsymposium im Naturresort Natternbach zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Man inspiriere sich gegenseitig, meint Thomas Waldenberger, einer der Künstler, die aus je einem, zirka zwei Tonnen schwerem, Baumstamm vier individuelle Objekte formen und dabei rustikal sowie detailliert mit Motorsäge und Co. ihre Vision umsetzen.

Inspiration Kunst und Natur

Kunst spielt im Naturresort seit Beginn eine große Rolle, steht doch IKUNA für „Inspiration Kunst und Natur“. „Ich möchte einen fantastischen Platz schaffen, wo sich die Menschen wohlfühlen, eine gute Zeit miteinander in der Natur verbringen können und sich von der Verbindung von Kunst und Natur inspirieren lassen können“, erklärt Albert Schmidbauer, Geschäftsführer von IKUNA. Laut Schmidbauer solle das Naturresort dahin entwickelt werden, dass man um jede Ecke auf Kunst in der Natur trifft, auch an Plätzen, an denen man nicht damit rechnet.

 

Perspektivenwechsel

Christine Perseis ist eine der vier Künstler des Symposiums. Sie arbeitete während der vier Tage an einer auf dem Kopf stehenden Frauenskulptur. Warum? Weil sie eine andere Perspektive beleuchten will. Sie macht gerne Frauen, von Modelmaßen hält sie dabei gar nichts, erzählt die angehende Meisterin für Bildhauerei. „Es ist so viel ästhetischer“, meint Perseis. Für sie mache die Bildhauerei mit Holz und Motorsäge „irre viel Spaß, wenn man sich langsam an das Objekt annähert und sieht was man aus dem Stamm alles machen kann. Er wird dann wieder lebendig“. Für Thomas Waldenberger vom Künstlernetzwerk wüdwux aus Haag liebt am Arbeiten mit Holz, dass es ein „lebendiges Material ist“.

Körperliche Herausforderung

Die besondere Herausforderung sei dabei das Material in kurzer Zeit zu formen. „Man formt zuerst im Kopf und dann körperlich, das ist immer lustig“. Zudem sei auch das Arbeiten mit der Motorsäge eine ganz besondere Herausforderung. Mehr als sechs Stunden Sägen pro Tag seien nicht drin. Dann sei man körperlich ausgepowert. Die Skulpturen können nun ein Jahr lang im Naturresort bestaunt werden.


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