Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NATTERNBACH. Eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt, die Unternehmen im Aufschwung - im Bezirk Grieskirchen „läuft es“. So könnte man die aktuelle Situation salopp beschreiben. In Zeiten guter Wirtschaftslagen wird von vielen Firmen der Ruf nach gut ausgebildeten Mitarbeitern noch lauter. Dieser soll nun durch die Lehrlingsausbildung von Asylwerbern erfüllt werden.

  1 / 3  

„Integration gelingt nur über Arbeit. Wer eine Aufgabe hat, wer gebraucht wird, der gehört dazu“, erklärte kürzlich Erhard Prugger von der Wirtschaftskammer Oberösterreich beim Unternehmerabend im IKUNA Naturresort zum Thema „Erfolgreiche regionale Lehrlingsausbildung von jugendlichen Asylwerbern“.

Dabei wurden Asylwerber vorgestellt, die den Sprung in die Arbeitswelt bereits geschafft haben und bei Unternehmen in der Region einen Lehrplatz bekamen. Bei der Lehrplatzsuche unterstützt werden sie dabei von zahlreichen Ehrenamtlichen, darunter auch Anita Tossmann aus Peuerbach: „Wir sind auf die Unternehmen zugegangen und haben nirgends Ablehnung erfahren“, erklärt Tossmann.

Aktuell seien zehn Asylwerber aus Peuerbach in einer Ausbildung. Auch die Lehrherren selbst freuen sich über die Unterstützung, wie Hubert Kügerl, Küchenchef im IKUNA Naturresort erzählt: „Die Asylwerber denken logisch, sind orientiert, wollen etwas werden. Sie sprechen meist mehrere Sprachen und wir haben die Chance sie auszubilden“. Aktuell sind bei IKUNA drei Lehrlinge beschäftigt. „Ich fühle mich hier sehr wohl, habe schon viel gelernt und in drei Jahren möchte ich ein guter Koch sein“, erklärt einer der Lehrlinge.

Auch ein jugendlicher Asylwerber vom Sparmarkt in Neumarkt freut sich über seine neue Chance: „Ich habe sehr viele gute Mitarbeiter und die Kundschaften sind auch sehr nett. Es macht Spaß. In Zukunft möchte ich als Kaufmann arbeiten und hoffe die österreichische Regierung gibt mir eine Chance in Österreich zu bleiben“.

Gute Mitarbeiter zu finden ist ein Problem

Die Ziele müssten laut Brugger sein, dass die Wünsche der Unternehmen nach guten Mitarbeitern und Fachkräften erfüllt werden. Denn noch immer sei das größte Problem, gute Mitarbeiter zu finden.

Reinhold Forster, der Leiter des Arbeitsmarktservice Grieskirchen, freute sich, dass sich der Arbeitsmarkt wieder positiv entwickelt hat und es seit fünf Jahren wieder eine Trendwende gibt. Die demografische Entwicklung sei nach wie vor so, dass es weniger junge Menschen gibt. „Auch Grieskirchen ist da keine Insel der Seeligen“, meint Forster. Dennoch sei der optimistisch die Arbeitslosenquote halten zu können. Mit Asylwerbern in Lehrberufen haben die Wirtschaftsbetriebe die Chance „die Lücke zu schließen“.

Regional agieren

Die gut laufende Wirtschaft im Bezirk führt Wirtschaftskammerobmann Laurenz Pöttinger auf die zahlreichen Familienbetriebe zurück, die auch schwere Zeiten gut überbrücken könnten. Seit Mitte 2016 spüre man im Bezirk Grieskirchen einen wirtschaftlichen Aufschwung, meint Pöttinger und appelliert in Sachen Fachkräfte regionaler zu agieren. „Die Verantwortung dafür gehört in die regionalen Strukturen“, meint Pöttinger.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden