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STEINBRUCH/ OBERFEUCHTENBACH/ ARNREIT. Ergibt sich eine Gelegenheit, so schlägt die Maibaum Crew aus Steinbruch zu. Den mittlerweile erfahrenen Maibaumdieben gelang es den Eferdinger Maibaum nach Steinbruch zu bringen. Anschließend folgten die Maibäume aus Wels sowie St. Marienkirchen an der Polsenz. Insgesamt sechs Maibäume stehen nun in Steinbruch, denn auch die Maibäume in Arnreit und Putzleinsdorf wurden gestohlen und selbst hat man natürlich auch einen aufgestellt.    

  1 / 7   David Reiter, Christian Mühleder, Christoph Lehner, Markus Oberhamberger und Florian Pusch warten auf weitere Mitglieder der Maibaum Crew Steinbruch, um den Welser Maibaum in Steinbruch aufzustellen. Foto: Maibaum Crew Steinbruch

Beim Welser Maibaum gab es allerdings Turbulenzen: Passanten hatten den Diebstahl in der Nacht bemerkt und alarmierten daraufhin die Polizei. Die Maibaum Crew Steinbruch wurde gestoppt, obwohl der Diebstahl laut Brauchtumsregeln legal war. Die Beamten waren mit dem Transport aus Sicherheitsgründen nicht einverstanden. Doch die Crew ließ sich nicht entmutigen und lagerte den Maibaum in der Zwischenzeit bei der Welser Feuerwehr, bevor sie ihn per Sondertransport (!) durch die Firma „Sondertransporte Burgstaller“ aus Niederwaldkirchen nach Steinbruch bringen ließen.

Erfolgreiche Verhandlungen

Sowohl die Verhandlungen mit dem Bürgermeister von Wels, Andreas Rabl, als auch mit dem Eferdinger Bürgermeister Severin Mair sind mittlerweile abgeschlossen. Der Eferdinger Maibaum soll am 11. Mai, der Welser am 12. Mai im Zuge eines Stadtfestes wieder aufgestellt werden. Für nächstes Jahr kündigten die Welser eine Rundum-Bewachung ihres Baumes an.

Mair gab übrigens zu, selbst einmal in einer Maibaum-Diebesbande aktiv gewesen zu sein: „Wir haben es probiert, wurden aber erwischt. Es war ein Spaß, aber so professionell waren wir eben nicht.“ 

Auch die Oberfeuchtenbacher waren fleißig

In der Nacht zum ersten Mai hat die Oberfeuchtenbacher Truppe den Maibaum in Neustift ins Visier genommen. Vom ersten erfolgreichen Diebstahl motiviert, wurde der nächste Baum in Aschach an der Donau umgelegt. „Alle guten Dinge sind drei“, dachte man sich und so wurde beschlossen, noch einen weiteren Baum nach Oberfeuchtenbach zu bringen. Schon seit 20 Jahren hat sich, laut Aussagen eines Bewohners, keiner mehr an den Baum in St. Ulrich heran getraut. Nach genauer Inspektion beim Aufstellen war der Abbau für die Oberfeuchtenbacher aber kein großes Problem. 

Aschacher wollen Sitzbank statt Maibaum

Bezüglich der Auslöse ließen sich vor allem die Aschacher nicht lumpen und stellen eine Grillerei inklusive Getränke auf Kosten des Kulturvereins zur Verfügung; allerdings mit der Bedingung, im Anschluss das Fest „Oed on Fire“ zu besuchen. Das sollte für die Mühlviertler Partie aber die kleinste Sorge sein. Auf das Wiederaufstellen des Baumes wird verzichtet. Stattdessen möchten die Aschacher eine handgefertigte Sitzgelegenheit aus ihrem Maibaum haben, wie sie die Sportler von Hofkirchen letztes Jahr bekommen haben. 

Verhandlungen noch nicht abgeschlossen

Am 9. Mai wird der Maibaum in St. Ulrich wieder aufgestellt. Die Marktmusikkapelle Niederwaldkirchen wird die Wiederaufstellung feierlich umrahmen und die Freiwillige Feuerwehr und der Wirt werden alle Gäste mit Speis und Trank versorgen. In Neustift ist die Auslöse noch nicht festgelegt. Die Oberfeuchtenbacher sind sicher, dass sich auch hier noch eine gute Lösung ergeben wird.

Maibaum im Kindergarten Arnreit gestohlen

Selbst die Kleinsten sind vor Maibaumdieben nicht gefeit. In Arnreit wurde zum Beispiel der Maibaum der Kindergartenkinder gestohlen; und dass obwohl dieser mit Trettraktoren gesichert war! Nach einiger Zeit konnten „Absolventen“ des Kindergartens als Diebe ausgeforscht werden. Eine Kiste Kracherl, eine gesunde Jause und ein Spielevormittag waren nötig, um den Maibaum wiederzubekommen.

 


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