Wie Qualität und Handwerk aus St. Martin die Design-Welt erobern

Hits: 216
Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 24.01.2020 10:57 Uhr

NEUFELDEN. Wie man es schaffen kann, von der kleinen Mühlviertler Tischlerei zu einem weltweit gefragten Design-Unternehmen zu wachsen, davon erzählte Martin Steininger von Steininger.Designers beim Unternehmerforum Oberes Mühlviertel in der Firma Biohort in Neufelden.

Ein gespanntes Publikum konnte Biohort-Geschäftsführer Josef Priglinger beim Unternehmerforum begrüßen: „Wir haben hier im Mühlviertel tolle Unternehmen, die wachsen und gedeihen und das Unternehmerforum ist die Gelegenheit zum Gedankenaustausch, aber auch, um junge, erfolgreiche Unternehmer vor den Vorhang zu holen.“

Ein solcher sei Martin Steininger, der seit seiner Studienzeit mit der Firma Biohort verbunden ist. Als er im Jahr 2001 die hauseigene Tischlerei in St. Martin von seinem Vater übernahm, ahnte noch niemand – nicht einmal er selber – wohin die Reise einmal gehen könnte. „Unsere Kunden waren alle so alt wie mein Papa und wir mussten uns neu positionieren“, blickt Steininger zurück. Das gelang im Jahr 2008 erstmals mit einer Design-Küche.

Große Chancen

Diese zog auf einer Messe in Wien viel Aufmerksamkeit auf sich un es folgten Aufträge für weiteres Interieur. Der erste Schritt vom reinen Tischler zum Design-Spezialisten war damit gesetzt.

Den großen Sprung auf die internationale Bühne schafften Steininger.Designers auf der größten internationalen Möbelmesse der Welt in Mailand. „Blauäugig fuhren wir da hin, so nach dem Motto: Jetzt sind wir da, wann können wir aufbauen?“ Um gleich einen Dämpfer zu bekommen, denn die Warteliste, um überhaupt auf der Messe ausstellen zu dürfen, war lang, sechs Jahre Wartezeit müsse man da schon mindestens einkalkulieren, lautete die Antwort des Veranstalters. Um eine Erfahrung reicher, fuhr Steininger wieder heim ins Mühlviertel. „Aber am nächsten Tag läutete das Telefon und die Messeveranstalter meinten, man habe sich das Portfolio angesehen und wir seien genau das, was man noch suche.“ Kurz und gut: Die Mailänder Möbelmesse brachte enormes Feedback, auch in den Medien.

Von St. Martin nach Moskau

Weil Steiningers Produkte über den Handel kaum verkäuflich waren, wählte man einen ungewöhnlichen Weg: Das St. Martiner Unternehmen betreibt mittlerweile vier weitere Standorte in Linz, Wien, Hamburg und London. In Moskau wird derzeit am Aufbau gearbeitet.

Der Standort in St. Martin sei aber als „Hauptquartier“ genau richtig, ist Steininger überzeugt: „Wir sind wahnsinnig froh über die tollen Handwerker und Fachkräfte hier. In St. Martin fügen wir die Einzelteile, die wir aufgrund der Fülle an verarbeiteten Materialien bei verschiedensten Lieferanten anfertigen lassen, zusammen und geben unseren Produkten den letzten Schliff.“

Der Fokus auf die handwerkliche Fertigung sei es auch, was die vielfach preisgekrönten Steininger-Produkte so einzigartig macht.

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Ein Theater zum Lachen und Nachdenken

KOLLERSCHLAG. Die Theatergruppe Kollerschlag bringt auch heuer wieder ein Stück zur Aufführung, bei dem kein Auge trocken bleibt. „Da Pfenningfuchser“, als Geizkragen bekannt, regt zum Nachdenken ...

36-jähriger Rohrbacher starb bei Treffen mit Internet-Bekanntschaft

BEZIRK ROHRBACH/LOOSDORF. Angeblich während des Liebesspiels soll ein 36-jähriger Mann aus dem Bezirk Rohrbach in Loosdorf (Bezirk Melk) bei einem Treffen mit einer Internet-Bekanntschaft verstorben ...

Wie das Gehirn mit den Sinnen arbeitet

ST. PETER. Einen Workshop zum Thema „Sensorische Integration“ gibt es Ende Februar in St. Peter.

Trail-Challenge: Mit Sandra Koblmüller die Donauleitn auf- und ablaufen

BEZIRK ROHRBACH. Insgesamt 7.000 Höhenmeter auf und ab und jeden Tag 25 bis 35 Kilometer laufen: Was für den einen Folter wäre, ist für Trailrunner ein feuchter Traum. Von 6. bis ...

Führungswechsel beim St. Martiner Wirtschaftsbund

ST. MARTIN. Der langjährige Wirtschaftsbund-Obmann Siegfried Kepplinger hat das Amt an seinen bisherigen Stellvertreter Thomas Hagenauer übergeben.

Unfall auf der Lagerhauskreuzung: 59-Jähriger übersah Querverkehr

ROHRBACH-BERG. Ein 59-Jähriger aus dem Bezirk Rohrbach bog Mittwochnachmittag gegen 16:30 Uhr von der Zufahrt zum Lagerhaus Rohrbach in die B127 ein. Dabei übersah er allerdings einen von rechts ...

Jugendtheatergruppe „ad lucem“ zeigt Max Frisch-Klassiker im Gym-Theaterkeller

ROHRBACH-BERG. Theater verbindet! Diese Erkenntnis ist es, die acht Jugendliche bewegt hat, das Jugendtheaterprojekt „ad lucem“ ins Leben zu rufen.

Kreative Wägen und Ideen fahren bei Faschingsumzügen im Bezirk Rohrbach auf

BEZIRK ROHRBACH. Voll im Faschingsfieber ist der Bezirk – und das wird bei diversen großen Umzügen gefeiert.