Aufregung um Park & Ride-Pläne rund um den Bahnhof Neuhofen
NEUHOFEN AN DER KREMS. Die geplante Umkehrschleife beim Bahnhof Neuhofen macht der Anrainerfamilie Egger zu schaffen. Ernst Egger sorgt sich um das Wohl der Fußgänger und Radfahrer, für die kein sicherer Übergang zwischen Schwarzem Wegerl und Bahnhof mehr gegeben sei. Zudem würden 20 Parkplätze verloren gehen.

Von SILKE KREILMAYR
„Viel sicherer für alle wäre es, die Umkehrmöglichkeit am Ende der Bahnhofstraße auszubauen. Ich verstehe nicht, wieso das genau dort umgesetzt werden soll, wo die Neuhofener zu Fuß und mit dem Rad kommen“, sagt Anrainer Ernst Egger. Auch Fahrradbeauftragter und Gemeindevorstand (SP) Erich Rossler ist verwundert: „Natürlich wollen wir, dass eine Lösung für die Radfahrer gefunden wird und diese in die Umkehrschleife integriert wird. Sonst müssen sie ja einen Umweg zu den Fahrradabstellplätzen fahren. Wir werden uns dafür auf jeden Fall stark machen.“ Bürgermeister Günter Engertsberger sagt, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. „Wir wünschen uns ja schon sehr lange ein Park & Ride-Konzept und sind froh, wenn da endlich etwas passiert. Für 2017/18 ist ein großes Projekt geplant, wo die Umkehrschleife nur ein Teil davon ist. Allerdings sind die Kosten, die dafür von den ÖBB auf die Gemeinde abgewälzt werden, leider erschreckend hoch.“
P&R-Parkplatz noch heuer errichten
Laut Rücksprache mit den ÖBB ist der Kostenschlüssel hier üblicherweise so: 50 Prozent zahlen die ÖBB, das Land und die Gemeinde je 25 Prozent. Die Park & Ride-Pläne bestätigt auch Marco Sterk, Sprecher von Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner. „Für 2017 ist die Errichtung eines P&R-Parkplatzes beim Bahnhof mit 60 Pkw und 130 überdachten Radabstellplätzen zusätzlich zu den vorhandenen Stellplätzen geplant.“
Derzeit finden die wasserrechtlichen Verhandlung in Neuhofen statt. Erst im Anschluss daran werden die ÖBB einen Realisierungsvertrag entwerfen. „Die Umkehrschleife ist aus ziviltechnischer Sicht eigentlich nur an dieser Stelle möglich (siehe Plan). Für Details, wie die Einbindung von Fußgehern oder Radfahrern, sind aber das Land OÖ. und die Gemeinde zuständig. Da wird sich aber sicher eine Lösung finden“, ist ÖBB-Sprecher Karl Leitner überzeugt. Die erste wasserrechtliche Verhandlung ging am Dienstag über die Bühne. Ernst Egger war eingeladen und hat seine Einwände eingebracht: „Ich hoffe, wir können noch etwas zum Besseren bewegen.“


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