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NIEDERKAPPEL/LEMBACH. Um die Gesundheits- und Wohnbedingungen zu verbessern installierte die Firma ÖkoFen mit dem Verein „Sei so Frei“ gemauerte Öfen in den Häusern der Menschen in der Gemeinde Joyabaj im fernen Guatemala.

  1 / 2   Encarnaciòn Castro lernte in einem Kurs, wie sie den neuen Ofen richtig verwendet. (c) Sei So Frei Linz

Lang vergessen sind in unseren Breitengraden die Zeiten, als Menschen in den eigenen vier Wänden über einer offenen Feuerstelle kochten. Im 17 Flugstunden entfernten Guatemala sind diese Szenen noch immer brandaktuell. Sie gehören dort zum Alltag der Leute - so wie dadurch gereizte Augen, das ständige Husten oder schmerzhafte Verbrennungen, wenn wieder einmal ein glühend heißes Holzscheit unglücklich umgefallen ist. In den Bergen von Joyabaj auf rund 2000 Meter Seehöhe ist das Leben ein täglicher Kampf. Eine schlechte Infrastruktur und wenige Arbeitsplätze machen das Leben für die acht- bis zehnköpfigen Familien, die unter einem Dach Leben nicht gerade einfacher. „Als sich die Dorfbevölkerung vor drei Jahren gemauerte Öfen wünschte, zögerten wir nicht lange“, verrät Christina Lindorfer aus Lembach, Projektmanagerin vom Verein „Sei so Frei“.

ÖkoFen-Chef war Feuer und Flamme

Unterstützung fand Lindorfer mit diesem Anliegen bei Stefan Ortner, Geschäftsführer der Firma ÖkoFen. Er war sofort Fuer und Flamme und fand engagierte Mitarbeiter, welche die bereits bestehenden Pläne der dort arbeitenden lokalen Ofensetzer optimierten. Das Ergebnis war ein Holzsparofen, der auf einfache Weise errichtet werden kann und mittlerweile das Leben von 100 Familien in Joyjobaj verbessert. „Der Rauch war furchtbar“, erinnert sich Einwohnerin Encarnaciòn Castro, „alles war verrußt und das Atmen fiel mir schwer.“ Über ein Abzugsrohr gelangt der Rauch nun nach außen. Außerdem ging mit den Öfen der Holzverbrauch um zwei Drittel zurück. Zusätzlich zur Entwicklungs-Zusammenarbeit mit „Sei so Frei“ finanzierte ÖkoFen 15 Öfen in der Gemeinde Sechùm. Die Zahl jener Familien, die einen Holzofen wollen, steigt täglich an. „Wir bleiben beim Projekt dabei“, verspricht Stefan Ortner.


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