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NUSSBACH. 1500 Weidegänse schnattern am Ganslhof Hebesberger in Nußbach. Heidi und Christoph Hebesberger vermarkten nicht nur das Fleisch, sondern fertigen auch Polster und Decken aus den Daunen.

Heidi und Christoph Hebesberger mit ihren Weidegänsen, Foto: Egelseder
  1 / 7   Heidi und Christoph Hebesberger mit ihren Weidegänsen, Foto: Egelseder

Heidi und Christoph Hebesberger aus Nußbach haben vor 19 Jahren mit 50 Gänsen begonnen, weil sie sich etwas eigenes aufbauen wollten – heuer schnattern 1500 Gänse am Hof. Diese werden zu Martini und Weihnachten vermarktet. „Wir schlachten immer nur das, was gebraucht wird“, betont Heidi Hebesberger.

Verwertung der gesamten Gans

Ein Ziel war es, die gesamte Gans zu verwerten. „Es war ein Wahnsinn für uns, dass die Daunen und Federn immer weggeschmissen wurden. Eine Analyse stellte die hohe Qualität fest. Die Gänse sind den ganzen Sommer über draußen, deshalb haben sie ausgereifte Federn“, erklärt die 39-Jährige.

Polster und Decken

Heidi Hebesberger rupft die geschlachteten Gänse händisch. Seit 2017 werden die Federn und Daunen in einer selbstgebauten Anlage direkt am Hof getrocknet und in Vorarlberg zu Polster und Decken weiterverarbeitet. Das reine Naturprodukt ist bei 60 Grad waschbar und für Allergiker geeignet.

Abwechslungsreicher Beruf

Die Obfrau des Vereines „Österreichische Weidegans“ gibt gerne ihr Wissen an andere Landwirte weiter. Ihr gefällt es, „dass jeder Tag anders ist, es wird nie fad. Man muss immer an die Weiterentwicklung denken und kann eigene Ideen umsetzen. Jeder hat seine Bereiche, wo er sich entfalten kann.“ Christoph Hebesberger beschäftigt sich mit der Aufzucht der Gänse und Heidi Hebesberger führt seit 2017 den eigenen Hofladen.

Mehrere Standbeine

„Wir haben uns einige Standbeine aufgebaut, um auch eine mögliche Krise zu überstehen“, verrät die dreifache Mutter.

„Trotz aller Herausforderungen kann man sich in der Landwirtschaft verwirklichen. Man sollte jedoch auch spontan und offen dafür sein“, rät Hebesberger: „Wir haben eine Freude mit der Arbeit und der Erfolg motiviert uns.“

Heidi Hebesberger

Hausname: Christl

Fläche: 30 Hektar

Tiere: 90 Zuchtsauen, 1500 Gänse, Hühner, Enten

Betriebliche Besonderheit: Gänsehaltung mit Weiterverarbeitung

Familienstand: verheiratet

Kinder: Tatjana, Jakob und Kerstin


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