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SCHWANENSTADT. Ein Somalier, der bei einer Kindervorstellung auf einem Adventmarkt plötzlich auf die Bühne getreten ist und aus dem Koran lesen wollte, hat sich in Einvernahmen als Sympathisant der radikalislamischen Al-Nusra-Front bezeichnet. Die Staatsanwaltschaft Wels hat U-Haft beantragt. Es steht aber auch die Möglichkeit einer psychischen Erkrankung im Raum.
 

Foto: APA (AFP)/ADEK BERRY
Foto: APA (AFP)/ADEK BERRY

Der 24-jähriger Asylwerber war am Sonntag während einer Darbietung von Kindergartenkindern am Adventmarkt in Oberndorf bei Schwanenstadt unvermittelt auf die Bühne gegangen. Er stellte seinen Rucksack ab, entnahm daraus einen Koran und wollte beten - zur Beunruhigung vieler Zuschauer. Als ihn mehrere der 250 Besucher wegbrachten, schrie er wiederholt „Allah ist groß“.

Die Besucher brachten den Mann ins Freie und verständigten die Polizei. Im Rucksack des 24-Jährigen fanden die Beamten lediglich Kleidungsstücke, auch in seiner Unterkunft konnten sie keine verdächtigen Gegenstände entdecken. In seiner Einvernahme bei der Polizei bekundete er jedoch Sympathie für die radikalislamische Al-Nusra-Front. Ob es hier tatsächlich Verbindungen oder Kontakte gibt, war noch Gegenstand von Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft Wels hat am Mittwoch allerdings U-Haft beantragt. Es geht um den Verdacht der gefährlichen Drohung, der terroristischen Vereinigung und - wegen diverser Äußerungen des Mannes - auch um einen möglichen Verstoß gegen den Paragrafen 3g des Verbotsgesetzes. Es steht allerdings auch die Möglichkeit im Raum, dass er an einer psychischen Erkrankung leiden könnte. Ob ein Gutachten erstellt wird, war vorerst noch unklar.


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