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OBERWANG. Jenen Tag Ende März wird Familie Hemetsberger aus Oberaschau nicht so schnell vergessen: Kuh Denise brachte Vierlinge auf die Welt. 700.000 Milchkühe sind laut Rinderzucht Austria registriert, im vergangenen Jahr wurden dabei nur fünf Vierlinge gemeldet. Meist überleben diese Kälber aber nicht.

  1 / 2   Martina und Leopold Hemetsberger mit ihrem Sohn Kurt und Tierärztin Nina Hausleithner (l.) bei den Vierlingen und deren Oma

Dass sich eine Mehrlingsgeburt ankündigte, war klar, weil Kuh Denise so dick war, dass sie im Melkstand stecken blieb. Aber als Martina Hemetsberger am Vormittag zum Heufüttern in den Stall kam, hatte Denise schon zwei Kälber ohne fremde Hilfe auf die Welt gebracht. Dann kam Nachbar Rupert Heim und half bei der weiteren Geburt. „Ich habe noch eines gegriffen, das verkehrt lag – also mit den Hinterbeinen voran – und daneben noch einen weiteren Kopf“, erzählt er: „Es war wirklich faszinierend, so etwas werden wir nie wieder erleben!“

Einige Zeit später kam Nina Hausleithner von der Tierarztpraxis Wolfgang Meingast in Mondsee vorbei. „Die Kälber waren drei Wochen zu früh, ihr Zustand war kritisch. Zwei bekamen eine Kälberdecke, die anderen eine Rotlichtlampe“, erzählt die Tierärztin. Während ein Kalb normalerweise zwischen 45 und 60 Kilo wiegt, waren die vier nur jeweils 20 bis 25 Kilo schwer. Dank einer Vitaminbehandlung und mehreren kleinen Mahlzeiten täglich hat sich ihr Zustand aber relativ schnell stabilisiert. Einziger Wermutstropfen: Mutter Denise musste wegen einer Euter-Entzündung eingeschläfert werden.


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