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Blackout – ein Stromausfall, der alles verändert und bei dem alle gleich betroffen sind

Wolfgang Macherhammer, 12.11.2018 13:26

OBERWANG. Durch den Zivilschutzverband fand in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Oberwang und den Gemeinden der Region eine Infoveranstaltung mit dem Thema Blackout statt. 

Der Bezirksleiter des Zivilschutzverbandes Robert Mayer erklärte die gravierenden Folgen eines totalen Stromausfalles. Foto: Zivilschutzverband

180 Besucher waren dazu ins Gasthaus „Zum Fidelen Bauern“ gekommen. Die Gefahr von großflächigen Stromausfällen steigt ständig, denn sowohl Naturkatastrophen und Netzüberlastungen als auch andere Bedrohungen können die Ursache für ein Blackout sein.

Wenn alles still steht

Im Einstieg wurde durch den Bezirksleiter des Zivilschutzverbandes Robert Mayer in einem Vortrag erklärt, was unter einem kompletten Stromausfall zu verstehen ist und wie weitreichend und schwerwiegend seine Auswirkungen sein können: im schlimmsten Fall der Zusammenbruch des öffentlichen Lebens, Heizung und Telefon fallen aus, die Lebensmittelversorgung bricht zusammen und auch der Verkehr kollabiert. In einer anschließenden Diskussionsrunde, zu der Vertreter der Einsatzorganisationen, Energieversorger, Politik, Verwaltung und des Zivilschutzes geladen waren, wurde über Vorsorgemaßnahmen seitens der verschiedenen Institutionen und Einsatzorganisationen debattiert und es wurden viele Fragen aus dem Publikum beantwortet. Am Podium diskutierten und beantworteten die Fragen aus dem Publikum Bezirkshauptmann Martin Gschwandtner; Leopold Fiedler von der Netz OÖ GmbH; Gerald Schuster, Rotes Kreuz Vöcklabruck; Hermann Krenn, Bezirkspolizeikommando Vöcklabruck; Robert Mayer für den Zivilschutz und die Feuerwehr.

Sicherheit auf drei Säulen

Entscheidend ist das Bewusstsein, dass das Dach der Sicherheit von drei Säulen getragen wird – der Behörde, den Einsatzorganisationen und der Bevölkerung. Es ist jeder gleich betroffen und auch die verschiedenen Organisationen funktionieren nur, wenn jeder die Eigenvorsorge ernst nimmt. Die Verfügbarkeit von Hilfe durch Einsatzorganisationen wird nur eingeschränkt vorhanden sein. Der Appell aller Podiumsteilnehmer war klar – nur gemeinsam wird es möglich sein, ein Szenario wie Blackout annähernd zu beherrschen. Die Netzbetreiber sind stetig bemüht, die Anlagen zu verbessern und stabil zu halten, ein Netzwiederaufbau wird aber trotzdem eine entsprechende Zeit in Anspruch nehmen.

Bewusstsein schaffen

Mit dieser Veranstaltung möchte das Netzwerk für Sicherheit und Zivilschutz das Thema aufgreifen und zum Nachdenken anregen, ohne die Bevölkerung in Panik zu versetzen, denn durch eine entsprechende Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung können die Eigenvorsorge und die Fähigkeit zur Selbsthilfe in der Bevölkerung bereits vor einem solchen Ereignis mobilisiert werden. Die spannende Podiumsdiskussion sollte zudem aufzeigen, wie wahrscheinlich ein Blackout ist und welche Auswirkungen ein solcher langfristiger Stromausfall mit sich bringt.

Abschließend wurde das Publikum noch mit der richtigen Eigenvorsorge und Bevorratung vertraut gemacht. Nähre Informationen unter www.zivilschutz-ooe.at oder beim Zivilschutzbeauftragten der jeweiligen Gemeinde.


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