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Während Landschulwoche: Schülerin (13) bringt Kind in Waschraum zur Welt

Tips Logo Verena Beneder, LL.B., 18.05.2024 13:20

ZATOR. In Polen hat eine 13-jährige Schülerin während einer Landschulwoche ein Kind zur Welt gebracht. Die Schülergruppe war in einem Erholungsheim in Zator in der Nähe von Krakau untergebracht. Am Mittwochabend fühlte sich die junge Schülerin schlecht und brachte das Kind in den Waschräumen der Unterkunft zur Welt.

Symbolbild: bohbeh/stock.adobe.com
Symbolbild: bohbeh/stock.adobe.com

Nach der Geburt wurden die junge Mutter und das Neugeborene sofort in ein Krankenhaus gebracht. Die Mutter wird im Krankenhaus in Oswiecim behandelt, ihr Zustand ist stabil. Das Baby musste wegen gesundheitlicher Komplikationen ins Universitätskrankenhaus nach Krakau verlegt werden.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen wegen Geschlechtsverkehrs mit einer Person unter 15 Jahren. Sollte der Vater des Kindes volljährig sein, droht ihm nach polnischem Recht eine Haftstrafe zwischen zwei und zwölf Jahren. Falls er noch minderjährig ist, wird der Fall vor einem Familiengericht verhandelt. In Österreich hingegen wird der sexuelle Missbrauch von Unmündigen unter 14 Jahren mit einer Freiheitsstrafe von ein bis zehn Jahren bestraft. Wenn der Täter minderjährig ist, wird das Verfahren vor dem Jugendgericht verhandelt, wobei die Strafen milder ausfallen können.

Herausforderungen für junge Mütter in Polen

Die Situation ist für junge Mütter in Polen oft schwierig, da sie mit zahlreichen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Unterstützungssysteme und staatliche Hilfen sind nicht immer ausreichend, um den Bedürfnissen dieser jungen Familien gerecht zu werden. Häufig müssen junge Mütter ihre schulische und berufliche Ausbildung unterbrechen, was langfristige Auswirkungen auf ihre Zukunft haben kann. Die polnische Regierung hat verschiedene Programme initiiert, um junge Mütter zu unterstützen, aber die Umsetzung und Wirksamkeit dieser Maßnahmen bleiben ein Dauerthema in der öffentlichen Diskussion.


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