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Ausverkauft trotz Kritik: Xavier Naidoo feiert umstrittenes Comeback

Tips LogoVerena Beneder, LL.B., 17.12.2025 20:39

KÖLN. Xavier Naidoo startet nach sechs Jahren Pause eine neue Tour. Der 54-jährige Sänger eröffnete seine Tour „Bei meiner Seele“ Mitte Dezember 2025 in der ausverkauften Lanxess-Arena in Köln. Rund 16.000 Zuschauer waren beim Auftakt, ein weiterer Auftritt am darauffolgenden Abend war ebenfalls restlos ausverkauft.

Symbolbild: APA-Images / Keystone / ALEXANDRA WEY
Symbolbild: APA-Images / Keystone / ALEXANDRA WEY

In den vergangenen Jahren hatte sich Naidoo weitgehend aus dem öffentlichen Musikbetrieb zurückgezogen. Der einst allgegenwärtige Pop- und Soulstar war zwar nicht vollständig verschwunden, spielte jedoch keine großen Konzerte mehr und trat medial kaum in Erscheinung. Grund dafür waren anhaltende Kontroversen um politische und gesellschaftliche Aussagen. Im Jahr 2020 musste er sogar aus der Jury der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ austreten.

Sänger entschuldigte sich

Im Jahr 2022 veröffentlichte Naidoo ein Video, in dem er sich von extremen Positionen distanzierte und erklärte, er sei von Verschwörungserzählungen beeinflusst gewesen. Er betonte, dass Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie nicht mit seinen Werten vereinbar seien. Musik im Mittelpunkt des ComebacksBeim Tourauftakt in Köln konzentrierte sich der Sänger wieder gänzlich auf die Musik. Der mehr als zweistündige Auftritt bestand überwiegend aus seinen großen Hits, darunter frühe Erfolge ebenso wie spätere Balladen. Wortmeldungen zwischen den Songs blieben selten und beschränkten sich auf Dankesbekundungen und persönliche Anspielungen.

Kritik aus Jüdischen Kreisen

Berichten zufolge warnten Jüdische Organisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen warnten davor, dem Sänger angesichts steigender antisemitischer Vorfälle eine große Bühne zu bieten. Der Veranstalter der Tour verwies darauf, dass Naidoo sich eindeutig von früheren Aussagen distanziert habe und dass es bei den Konzerte ausschließlich um seine Musik gehe. Inhalte, die Anlass zu politischer oder gesellschaftlicher Kritik geben könnten, seien nicht Bestandteil der Shows.

Fortsetzung der Tour geplant

Nach den Kölner Konzerten soll die Tour im Januar 2026 fortgesetzt werden. Weitere Stationen sind unter anderem München, Hamburg, Berlin, Stuttgart und Mannheim.  


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