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Vor den Augen der Verlobten: Mann (43) von Elefanten zu Tode getrampelt

Tips Logo Verena Beneder, LL.B., 10.07.2024 09:24

SÜDAFRIKA. Ein 43-jähriger Tourist aus Spanien ist am Sonntagmorgen, 7. Juli 2024 im Pilanesberg-Nationalpark in Südafrika von Elefanten zu Tode getrampelt worden. Der Mann befand sich mit mehreren Personen auf einer Safari, als die Tragödie geschah. Besonders tragisch: Die Verlobte musste das Unglück hilflos mitansehen.

Symbolbild: Martin Mecnarowski/stock.adobe.com
Symbolbild: Martin Mecnarowski/stock.adobe.com

Der Vorfall passierte etwa 210 Kilometer nordwestlich von Johannesburg. Die Gruppe war in ihrem eigenen Fahrzeug unterwegs, als sie auf eine Elefantenherde mit drei Kälbern stieß. Der Mann entschied sich, aus dem Fahrzeug zu steigen und näher an die Tiere heranzugehen, um Fotos zu machen. 

Mann ignorierte Warnungen

Trotz wiederholter Warnungen seiner Mitreisenden sowie der Insassen zweier anderer Fahrzeuge ignorierte er die Aufforderungen, im Auto zu bleiben. Die Elefantenkuh, die die Leitkuh der Herde war, reagierte auf die Annäherung des Mannes aggressiv. Sie griff den Mann an, der versuchte zu fliehen. Er konnte jedoch nicht entkommen und wurde schließlich von der gesamten Herde zu Tode getrampelt. Die Elefanten zogen sich danach zurück.

Sicherheitsabstand zu Tieren

Parkbeamte betonten, dass es sich um normales Verhalten wilder Elefanten handelt, ihre Jungen zu verteidigen. Sie hoben die Notwendigkeit hervor, die Sicherheitsanweisungen strikt zu befolgen. Touristen werden regelmäßig darauf hingewiesen, im Fahrzeug zu bleiben und einen sicheren Abstand zu den Tieren zu halten.

Kein Einzelfall

Angriffe von Elefanten sind in der Region nicht ungewöhnlich. Anfang des Jahres wurde ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie eine 79-jährige Touristin aus den USA von Elefanten angegriffen wurde, die Frau kam ums Leben. Im benachbarten Simbabwe wurden im letzten Jahr 50 Menschen von Wildtieren, hauptsächlich Elefanten, getötet und 85 weitere verletzt.

Der verstorbene Mann stammte aus Saragossa in der nordöstlichen Region Aragón in Spanien. Konsularbeamte sind auf dem Weg zum Unfallort, um den Leichnam zu übernehmen und die Rückführung nach Spanien zu organisieren.


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