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TikTok-Tragödie: Löwenangriff nach riskantem Selfie – Mann überlebt nur knapp

Tips LogoThomas Leitner, 22.01.2025 13:00

PAKISTAN. Ein TikToker kletterte für ein Video in den Käfig eines Löwen – und wurde brutal angegriffen. Der Vorfall auf einer Löwenfarm in Pakistan wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren von Privatzoos und ihrer Betreiber.

In Löwenkäfige zu klettern ist ein riskantes Manöver (Symbolfoto: stock.adobe.com/Alexandr Macovethi)

Ein waghalsiger Versuch, seine TikTok-Follower zu beeindrucken, hätte einem jungen Mann in Pakistan beinahe das Leben gekostet. Auf einer Löwenfarm kletterte er in den Käfig einer Großkatze – mit fatalen Folgen. Der Vorfall, über den die Zeitung The Tribune berichtet, wirft auch ein grelles Licht auf die dunklen Machenschaften privater Löwenfarmen.

Mit seinem Handy in der Hand wollte der junge Mann offenbar das Undenkbare wagen: einen Löwen streicheln und sich dabei filmen. Doch das Raubtier reagierte instinktiv und attackierte den Eindringling. Der TikToker erlitt schwerste Verletzungen an Kopf, Gesicht und Armen. Sein Überleben verdankt er den Mitarbeitern der Farm, die durch seine Schreie alarmiert wurden und ihn im letzten Moment aus den Fängen des Tieres retteten.

Der Besitzer der Löwenfarm gerät nach diesem Vorfall massiv in die Kritik. Unter dem Spitznamen „Löwenkönig“ betreibt er eine fragwürdige Einrichtung, in der Besucher für Geld mit gefährlichen Wildtieren interagieren können. Die Käfige sind überfüllt, die Tiere oft verstört und aggressiv. Zudem soll der Betreiber durch die Vermehrung von Löwen, Tigern und Leoparden ein lukratives Geschäft führen.

Vorfall ist kein Einzelfall

Immer wieder enden Begegnungen mit Großkatzen in Privatzoos tragisch. Im vergangenen Jahr griff in Großbritannien ein Puma seinen Halter an und zerfleischte ihm das Bein. In der Slowakei wurde ein Löwenzüchter sogar von seinen eigenen Tieren getötet.

Tierschützer und Behörden fordern nun strengere Kontrollen solcher Einrichtungen, die nicht nur eine Gefahr für Menschen, sondern auch für die gequälten Tiere darstellen. Der Fall in Pakistan zeigt erneut, dass Sensationslust und Tierquälerei oft Hand in Hand gehen – mit verheerenden Folgen.


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