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ÖSTERREICH. Matcha-Liebhaber müssen jetzt ganz stark sein: Die weltweite Nachfrage nach dem begehrten Grünteepulver ist so stark gestiegen, dass es nun zu Lieferengpässen kommt. Das könnte schon bald zu spürbaren Preiserhöhungen führen.

Symbolbild: eriyalim/stock.adobe.com
Symbolbild: eriyalim/stock.adobe.com

In den letzten Jahren hat Matcha als Getränk einen regelrechten Hype ausgelöst, vor allem durch Social-Media-Trends. Das edle Grünteepulver wird nicht nur für seinen unverwechselbaren Geschmack geschätzt, sondern auch für seine gesundheitlichen Vorteile und als natürliche Koffein-Alternative.

Wie bereitet man Matcha zu?

Traditionell wird Matcha mit einem Bambusbesen (Chasen) und einer Schale (Chawan) zubereitet:

  • 1–2 Gramm Matcha in eine Schale sieben.
  • Mit 70–80°C heißem Wasser aufgießen (etwa 60–80 ml).
  • Mit dem Bambusbesen in W-förmigen Bewegungen schaumig schlagen.

Neben der klassischen Zubereitung wird Matcha heute auch in Latte-Getränken, Smoothies, Desserts und sogar herzhafter Küche verwendet.

Produktionsengpässe durch die spezielle Herstellung

Matcha ist aufgrund seiner speziellen Herstellung von Natur aus begrenzt. Der Tee wird aus den Blättern der Teepflanze „Tencha“ gewonnen, die ausschließlich im Frühling geerntet werden. Danach müssen die Blätter langsam in Steinmühlen zu einem feinen Pulver gemahlen werden. Trotz der gestiegenen Produktionsmengen reicht die Kapazität nicht aus, um mit der globalen Nachfrage Schritt zu halten, besonders bei den höherwertigen Matcha-Sorten, die in Cafés und für Zeremonien verwendet werden.

Zukunftsperspektiven und staatliche Unterstützung

Es gibt jedoch Hoffnung, dass die Situation langfristig besser wird. Die japanische Regierung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um den Anbau von Tencha zu fördern, indem sie lokale Teebauern mit Subventionen unterstützt. Auch andere Länder, darunter China und Südkorea, versuchen, die Produktion auszubauen – allerdings erreichen nicht alle Anbieter die traditionelle japanische Qualität.

Fazit

Matcha bleibt gefragt, doch die limitierten Anbauflächen und die aufwendige Herstellung setzen der Produktion Grenzen. Kurzfristig könnten sogar die Preise aufgrund der Engpässe steigen und die gesunde Kaffee-Alternative zum Luxusprodukt machen.


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