Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

MALLORCA. Invasive Schlangenarten werden auf der spanischen Insel Mallorca zu einem Problem. Sie breiten sich immer mehr aus, die Lage sei deswegen „besorgniserregend“.

Die Hufeisennatter breitet sich auf Mallorca immer mehr aus. Für den Menschen ist sie nicht gefährlich. Symbolbild: stock.adobe.com/pedro

Auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca herrscht aktuell eine Schlangenplage. Immer häufiger werden Sichtungen gemeldet, erst kürzlich entdeckten dem „Mallorca Magazin“ zufolge deutsche Touristen in ihrem Garten im Osten der Insel zwei große Schlangen. Dabei soll es sich um eine Hufeisennatter sowie eine Kettennater gehandelt haben, zwei invasive Schlangenarten, die auf der Insel nicht heimisch sind – und deswegen zu einem Problem werden.  

Keine Gefahr für den Menschen

Die Tiere sind zwar ungiftig und für den Menschen nicht gefährlich, ihre Bisse können jedoch zu Entzündungen führen. Deshalb sollte im Fall eines Bisses dennoch ärztlicher Rat eingeholt werden. Für Ausflüge wird festes Schuhwerk empfohlen.

Problematisch ist die Ausbreitung vor allem für heimische Tierarten. Die Nattern ernähren sich unter anderem von Eidechsen und Vögeln und gefährden damit das ökologische Gleichgewicht auf der Insel. Beide Schlangenarten können bis zu zwei Meter lang werden und sind auf Mallorca nicht geschützt. Ihre Zahl auf den Balearen hat in den letzten Jahren stark zugenommen (Schlangen-Alarm auf Ibiza>>>).

Am auffälligsten ist die Invasion auf der unbewohnten Insel Sa Dragonera, wo sich die Reptilien inzwischen ungehindert ausbreiten. 

Sichtungen auch in Strandnähe

Aber auch auf der Hauptinsel werden die Tiere zunehmend gesichtet: Anwohner entdeckten sie in Fincas, unter Terrassen oder in Holzstapeln.

Zudem wurden Schlangen in Strandnähe sowie in Oliven- und Mandelhainen beobachtet. Die Artenschutzorganisation COFIB soll laut „web.de“ bereits hunderte Fallen aufgestellt haben. Da die Schlangen inzwischen jedoch große Teile der Insel besiedelt haben, stößt die Organisation bei der Kontrolle an ihre Grenzen.

Sichtungen sollten gemeldet werden

„Wir prangern die besorgniserregende Situation an“, schreibt zudem der Verband für ökologische Landwirtschaft Mallorcas (APAEMA) in einer Mitteilung. Die balearische Regionalregierung reagiert mit einer Ausweitung des Falleinsatzes. Auch Einheimische erhalten entsprechende Fangvorrichtungen.

Das Töten invasiver Arten ist laut Königlichem Dekret grundsätzlich erlaubt – allerdings ausschließlich durch autorisierte Stellen. Wer eine Schlange entdeckt, sollte dies der zuständigen Umweltbehörde melden. So lasse sich die Ausbreitung besser erfassen und gezielt bekämpfen.


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

40. Spatzenfest: Heino begeistert beim Jubiläum der Kastelruther Spatzen

40. Spatzenfest: Heino begeistert beim Jubiläum der Kastelruther Spatzen

SÜDTIROL. Kastelruth feiert sein 40. Spatzenfest – mit großen Stars und Tausenden Besuchern. Schlagerlegende Heino sorgte am Freitag für ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Kitzbühel definiert Luxus neu: Was wirklich im Leben zählt

Kitzbühel definiert Luxus neu: Was wirklich im Leben zählt

KITZBÜHEL. Luxusvillen, teure Autos und prominente Gäste. Kitzbühel steht seit Jahrzehnten für Exklusivität. Doch ein neuer Imagefilm zeigt, ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Schwere Unwetter in Italien: Tornado verwüstet Ort - Erdrutsche blockieren Straßen

Schwere Unwetter in Italien: Tornado verwüstet Ort - Erdrutsche blockieren Straßen

SIZILIEN/ITALIEN. Heftige Unwetter haben Italien getroffen und schwere Schäden hinterlassen. Auf Sizilien richteten Tornados massive Zerstörungen ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Nach 25 Jahren: Britney Spears überrascht mit Liebeslied

Nach 25 Jahren: Britney Spears überrascht mit Liebeslied

USA. Britney Spears sorgt für eine musikalische Überraschung: Die Popikone hat einen bisher unveröffentlichten Song aus dem Jahr 2001 herausgebracht. ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Tragödie: Leiche bei Suche nach Mädchen (11) gefunden

Tragödie: Leiche bei Suche nach Mädchen (11) gefunden

ENGLAND. Eine elfjährige Schülerin ist in der englischen Grafschaft Worcestershire tot in einem Park aufgefunden worden. Nach umfangreichen ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Mehr als 270 Erdbeben: Warum die Erde in Tirol nicht zur Ruhe kommt

Mehr als 270 Erdbeben: Warum die Erde in Tirol nicht zur Ruhe kommt

ÖSTERREICH. In Österreich bebt die Erde heuer ungewöhnlich häufig in Tirol. Allein im Raum Innsbruck wurden seit Anfang August mehr als ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Weitere Beiträge