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ITALIEN. Dichter Rauch und brennende Flammen sperrten Urlauber am Strand von Punta Molentis ein. In panischen Szenen flüchteten sie ins Meer – Rettungsboote brachten sie in letzter Sekunde in Sicherheit.

Küstenwache rettet Menschen (Foto: Guardia Costiera)
Küstenwache rettet Menschen (Foto: Guardia Costiera)

Am Sonntagnachmittag brach nahe Villasimius auf Sardinien ein Buschfeuer aus und erfasste binnen Minuten die Vegetation am beliebten Küstenabschnitt Punta Molentis. Starker Mistralwind befeuerte die Flammen, die sich rasch ausbreiteten und schließlich den Strand erreichten. Alle Fluchtwege an Land waren versperrt – Urlauber sahen sich von einem Feuermeer umgeben.

Panik bricht aus – Rettung nur über das Meer

Unter massiver Rauchentwicklung rannten etwa 200 Menschen in Panik Richtung Wasser. Viele tauchten mit Handtüchern und Taschen bewaffnet ins Mittelmeer – der einzige Fluchtweg. Küstenwache, Finanzpolizei sowie private Boote kamen zur Hilfe: 102 Personen wurden offiziell von der Küstenwache gerettet, insgesamt waren es bis zu 200, darunter zwölf Kinder, eine Schwangere und ein asthmakrankes Kind. Verletzungen blieben laut Behörden aus.

Autos brennen – ökologisches Ausmaß wächst

Das Feuer griff auf den angrenzenden Parkplatz über: Rund 40 Autos fielen den Flammen völlig zum Opfer – manche Strandbesucher hatten ihre Fahrzeuge hastig auf den Sand gefahren, um sie noch zu retten, doch vergebens.

Einsatzkräfte schlagen zurück – Luftunterstützung gegen Feuer

Feuerwehrteams, das Forstkorps und Zivilschützer rückten mit Löschflugzeugen (Canadair), Hubschraubern und Marineeinheiten an, um das Feuer zu kontrollieren und eine Brandkatastrophe abzuwenden. Der Mistral erschwerte die Aktion erheblich. Die Löscharbeiten dauerten auch am Abend an.

Weitere Feuer in Südeuropa

Der Brand auf Sardinien fügt sich ein in eine Serie verheerender Sommerbrände: In Italien, der Türkei und Griechenland wüten aktuell Feuer, in Griechenland mussten allein auf Kreta Anfang Juli mehr als 1.500 Menschen evakuiert werden. Die hohe Brandhäufigkeit steht in direktem Zusammenhang mit extremer Hitze und Trockenheit.


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