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Spektakel am Nachthimmel: So erlebet man den seltenen Blutmond im September

Tips LogoThomas Leitner, 05.09.2025 13:11

ÖSTERREICH. Ein himmlisches Highlight steht bevor! Am 7. September 2025 färbt sich der Vollmond blutrot. So sieht man das seltene Naturspektakel am besten.

Blutmond leuchtet bei Mondfinsternis (Foto: stock.adobe/Peter Jurik)
Blutmond leuchtet bei Mondfinsternis (Foto: stock.adobe/Peter Jurik)

Am Abend des 7. September 2025 erwartet uns ein äußerst seltenes Himmelsspektakel. Der Vollmond, der sonst hell und silbern am Himmel steht, wird sich in ein mystisches, rötlich leuchtendes Objekt verwandeln – ein Phänomen, das als Blutmond bekannt ist. Dieses Ereignis ist die Folge einer totalen Mondfinsternis, bei der unser Planet die Hauptrolle spielt. Aber wie kommt es zu diesem faszinierenden Anblick?

Mondfinsternis und der mysteriöse Blutmond

Eine totale Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde genau zwischen Sonne und Mond wandert und ihren Schatten vollständig auf die Mondoberfläche wirft. Normalerweise würden wir dann den Mond nicht mehr sehen, doch die Erde hat eine Atmosphäre. Diese lenkt die Sonnenstrahlen ab, wobei nur die langwelligen, rötlichen Anteile das Lichtspektrum passieren können. Diese roten Strahlen werden auf den Mond projiziert und lassen ihn in einem unheimlichen, rötlichen Glanz erstrahlen. Das ist die Geburtsstunde des Blutmonds.

Warum aber ist nicht jeder Vollmond auch ein Blutmond? Das liegt an der leichten Neigung der Mondbahn. Meistens zieht der Mond bei Vollmond ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei und verfehlt ihn somit. Eine totale Mondfinsternis ist daher ein relativ seltenes Ereignis, das nur alle zwei bis drei Jahre vorkommt.

Wann und wo Sie das Schauspiel sehen können

Die Mondfinsternis am 7. September 2025 ist in großen Teilen Asiens, Europas und Afrikas sichtbar. Für Beobachter in Österreich wird es jedoch eine besondere Herausforderung. Die totale Phase beginnt um 19:30 Uhr, fast zeitgleich mit dem Sonnenuntergang um 19:34 Uhr. Der Mond wird also bereits verfinstert am Horizont im Osten aufgehen und könnte in der Dämmerung schwer zu erkennen sein. Um das Schauspiel trotzdem zu erleben, ist es entscheidend, einen Ort mit freier Sicht nach Osten zu finden – fernab von Bergen, Wäldern und hohen Gebäuden.

Die Totalität endet um 20:53 Uhr. Danach beginnt der Mond langsam, aus dem Erdschatten zu treten, und erscheint gegen 21:57 Uhr wieder in seinem gewohnten Glanz. Als besonderes Extra wird sich ab etwa 20:30 Uhr der Planet Saturn links neben dem Mond am Nachthimmel zeigen.


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