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Wien hat jetzt eine eigene Tofu-Manufaktur: So nachhaltig ist der neue Hotspot am Karmelitermarkt

Tips LogoThomas Leitner, 27.09.2025 12:21

WIEN. Wien ist um eine kulinarische Attraktion reicher: Am Karmelitermarkt eröffnete die erste Wiener Tofu Manufaktur. Das Projekt ist ein starkes Signal für nachhaltige und lokale Lebensmittelproduktion, die die Stadt aktiv fördert. Ein Vorzeigeprojekt für die lokale Wirtschaft.

Tofusalat (Foto: stock.adobe/vaaseenaa)
Tofusalat (Foto: stock.adobe/vaaseenaa)

Die österreichische Hauptstadt hat einen neuen, nachhaltigen Fixpunkt: Die erste Wiener Tofu Manufaktur hat am Karmelitermarkt ihre Tore geöffnet. Mit der Manufaktur entsteht nicht nur ein neuer Hotspot für die pflanzliche Küche, sondern auch ein Vorzeigeprojekt für eine moderne und nachhaltige Lebensmittelproduktion mitten in der Stadt.

Mutige Gründer mit Fokus auf Bio-Qualität 

Hinter der Business-Idee stehen die österreichische Gründerin Elisabeth Hakel und der Gründer Liwei Sun mit chinesischen Wurzeln. Sie verbinden in ihrer Manufaktur chinesische Handwerkstradition mit österreichischer Bio-Qualität. Verarbeitet werden dabei ausschließlich Bio-Sojabohnen aus heimischem Anbau. Tofu, der auf eine über 2000 Jahre alte Tradition zurückblickt, gilt als Nachhaltigkeits-Champion: Er ist proteinreich, ressourcenschonend in der Herstellung und damit eine klimafreundliche Eiweißquelle.

„Wir wussten, dass Tofu in Wien herzustellen eine echte Marktlücke ist – Wien hat danach gerufen“, freut sich Gründerin Hakel. Nach zwei Jahren der Vorbereitung, die von der Idee bis zum Umbau des Shops in eine Manufaktur reichten, bestätigt der Zuspruch der Kundschaft ihren mutigen Schritt. Die Manufaktur liefert frische Tofu-Produkte für den Haushalt, zum Mitnehmen oder zum direkten Verzehr vor Ort.

Starke Unterstützung für Kleinunternehmer 

Die Wirtschaftsagentur Wien unterstützte das Gründungsteam umfassend. Neben umfassender Beratung zur Gründung und bei Neuinvestitionen erhielt der Betrieb eine Förderung in Höhe von 75.000 Euro für den Umbau des Marktstandes und die Produktentwicklung. Zudem wurde ein Frauenbonus in Höhe von 5.000 Euro an die Gründerin vergeben.

Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak betonte anlässlich der Eröffnung die Bedeutung des Projekts für die Stadt: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, auch die Wiener Kleinunternehmer*innen zu stärken – sie sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und als Nahversorgungsbetriebe ein wesentlicher Faktor für die hohe Lebensqualität in unserer Stadt.“ Sie sieht in der Tofu Manufaktur ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich mit einer mutigen Idee und viel Engagement ein nachhaltiges Geschäftskonzept aufbauen lässt, das zur wirtschaftlichen Vielfalt und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beiträgt.

Die Manufaktur am Karmelitermarkt wird damit nicht nur zum Nahversorger, sondern auch zum „sozialen und wirtschaftlichen Ankerpunkt im Grätzel“, der durch die frische Produktion und den direkten Verkauf Nachbarschaft und Besucher gleichermaßen anzieht.


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