Schweres Erdbeben auf den Zentralphilippinen: Zahlreiche Opfer nach Einsturz von Sporthalle
PHILIPPINEN. Ein verheerendes Erdbeben der Stärke 6,9 hat die Zentralphilippinen in der Nacht zum Mittwoch erschüttert und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Besonders tragisch: Beim Einsturz einer Sporthalle während eines Basketballspiels starben mehrere Menschen.

Ein starkes Erdbeben der Stärke 6,9 hat am späten Dienstag die Zentralphilippinen heimgesucht und sofort die schlimmsten Befürchtungen geweckt. Die Erschütterungen führten in der Stadt San Remigio zum Einsturz eines Sportkomplexes, wobei nach Angaben des Vorsitzenden des Philippinischen Roten Kreuzes, Richard Gordon, mindestens 13 Menschen ums Leben kamen. Unter den Opfern befanden sich auch Mitglieder der Küstenwache und ein Feuerwehrmann, die sich in der Halle befanden.
Tragödie im Sportkomplex
Die schreckliche Bilanz der Katastrophe droht noch zu steigen. Sanitäter des Roten Kreuzes behandelten in drei betroffenen Provinzen bereits mindestens 60 Verletzte. Richard Gordon beschrieb die nächtliche Katastrophe als einen „Schläfer“, der „sich an uns herangeschlichen“ habe. Die Wucht des Bebens – das sich laut US Geological Survey (USGS) nur etwa zehn Kilometer unter der Wasseroberfläche westlich von Palompon ereignete – war immens. Erste Untersuchungsmodelle warnten, dass ein Beben dieser Stärke in der Region erhebliche Opferzahlen und Schäden an schlecht gebauten Gebäuden verursachen könnte.
Chaos und Zerstörung
Die ersten Bilder und Berichte aus der Krisenregion spiegeln das Ausmaß der Zerstörung wider. Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten einen durch das Erdbeben ausgelösten Brand in einem Einkaufszentrum sowie ein schwer beschädigtes Restaurant in der Provinz Cebu. Dramatische Videos zeigten auch Teilnehmerinnen eines Schönheitswettbewerbs, die in Panik von der Bühne flohen, als die Erde zu beben begann.
Das Philippinische Rote Kreuz meldete in Schulen auf Cebu Risse in Gebäuden, Trümmer und einen vorübergehenden Stromausfall. Auch Kirchen stürzten teilweise ein, und einige Schulen mussten evakuiert werden.
Tsunami-Gefahr gebannt, Vulkan aktiv
Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) registrierte in den Stunden nach dem Hauptbeben zahlreiche Nachbeben nahe dem Epizentrum. Eine anfänglich ausgegebene Tsunami-Warnung für die Provinzen Leyte, Biliran und Cebu wurde jedoch am frühen Mittwochmorgen Ortszeit wieder aufgehoben.
Zusätzlich zu den seismischen Aktivitäten verzeichnete Phivolcs einen kleinen Ausbruch des Taal-Vulkans, rund 70 Kilometer südlich von Manila, der eine 2.500 Meter hohe Rauchwolke erzeugte. Die Alarmstufe verbleibt dennoch auf Stufe 1.
Hilfe ist unterwegs
Angesichts der ernsten Lage rief die Gouverneurin von Cebu, Pam Baricuatro, die Bevölkerung zur Ruhe auf und versicherte in einem Social-Media-Video die sofortige Hilfe des Präsidialamtes.
Da die Philippinen am Pazifischen Feuerring liegen, wo Erdplatten kollidieren, ist das südostasiatische Land besonders anfällig für regelmäßige und starke Erdbeben sowie Vulkanausbrüche.


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