Der Tag, an dem München den Atem anhielt: Terror-Alarm auf der Wiesn
DEUTSCHLAND. Der Traum vom ausgelassenen Feiern verwandelte sich in einen Albtraum: Eine Sprengstoffdrohung legte das weltberühmte Oktoberfest lahm. Gekoppelt war die Alarm-Situation mit einem tödlichen Familiendrama im Münchner Norden, wo Spezialkräfte Sprengfallen fanden. Hunderte Polizisten suchten fieberhaft die Theresienwiese ab. Die Millionenstadt erlebte einen beispiellosen Ausnahmezustand.

Es sollte ein weiterer Tag ausgelassener Feierlichkeiten sein, doch er endete in einem Albtraum aus Alarmbereitschaft und Angst. Am 1. Oktober 2025 versank die bayerische Landeshauptstadt in einem chaotischen Großeinsatz. Eine vage, aber erschreckende Sprengstoffdrohung gegen das berühmte Oktoberfest, gekoppelt mit einem tödlichen Familiendrama im Münchner Norden, zog die Metropole in einen Strudel des Ausnahmezustands. Das größte Volksfest der Welt musste stundenlang geschlossen bleiben, während Hunderte Polizisten und Spürhunde einen Wettlauf gegen die Zeit antraten.
Der Schock traf München am frühen Morgen. Zunächst war es ein Brand in einem Einfamilienhaus im Norden der Stadt. Was zunächst nach einem tragischen Unglück aussah, entwickelte sich schnell zu einem Fall von beunruhigender Brisanz. Die Einsatzkräfte entdeckten nicht nur die Leiche eines Mannes in der Nähe, sondern auch etwas weitaus Gefährlicheres: Sprengfallen im Haus, das mutmaßlich vorsätzlich in Brand gesteckt worden war.
Die unheilvolle Kette der Ereignisse
Die Ermittlungen ergaben, dass der Brand und der Leichenfund in Verbindung mit einem Drohschreiben standen. Dieses Schreiben richtete sich explizit gegen das Oktoberfest. Die Stadt reagierte sofort. Um 10:30 Uhr verkündete die Münchner Polizei die Schließung der Theresienwiese. Die Botschaft verbreitete sich schnell: Das unbeschwerte Feiern war vorbei, die Sicherheit der Millionen Besucher stand auf dem Spiel.
Die stillste Wiesn aller Zeiten
Bilder von leeren Biergärten und stillstehenden Fahrgeschäften gingen um die Welt – eine beklemmende und surreale Momentaufnahme. Etwa 500 Polizisten und rund 30 Spürhunde durchkämmten das riesige Festgelände Quadratmeter für Quadratmeter. In den U-Bahnen herrschte plötzlich nervöse Stille, der Oberbürgermeister musste vor die Kameras treten, um die Entscheidung zur Schließung zu verteidigen. Eine unspezifische, aber ernstzunehmende Bedrohung hatte das pulsierende Herz Bayerns zum Stillstand gebracht.
Ungewissheit und Spekulation
Parallel zu den Suchaktionen auf der Wiesn versuchten die Ermittler, die Hintergründe der Tat im Norden aufzuklären. Mutmaßlich handelte es sich um ein Familiendrama, doch die Ermittler prüften auch Bezüge zu einem im Internet aufgetauchten Text, der einen Zusammenhang mit der Antifa nahelegte – eine Spur, die für zusätzliche Verwirrung sorgte. Die Verunsicherung in der Bevölkerung war greifbar; die Nachricht einer konkreten Bedrohungslage löste sogar einen Handy-Alarm über das Warnsystem des Bundes aus.
Erst am späten Nachmittag, nach stundenlanger, fieberhafter Suche ohne Fund eines Sprengsatzes, konnte die Polizei Entwarnung geben. Um 17:30 Uhr öffnete die Wiesn ihre Tore wieder. München atmete auf.


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