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TIROL.Am Dienstag, 14. Oktober, um 9 Uhr startet in Innsbruck der Prozess gegen René Benko. Acht Zeugen, Millionen im Spiel und brisante Familienverstrickungen – der Start der Signa-Aufarbeitung.
 

Landesgericht Innsbruck (Foto: Tom Leitner)
Landesgericht Innsbruck (Foto: Tom Leitner)

Am 14. Oktober beginnt im Landesgericht Innsbruck der Prozess gegen René Benko. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wirft dem 47-jährigen Signa-Gründer betrügerische Krida vor. Konkret soll Benko im Zuge seiner Privatinsolvenz Vermögenswerte beiseitegeschafft haben, um Gläubiger zu benachteiligen. Der Streitwert liegt bei rund 660.000 Euro. Der Prozess, angesetzt für zwei Tage, gilt als Auftakt zu einer ganzen Reihe weiterer Verfahren im Signa-Komplex.

Vom Milliardär zum Angeklagten

Seit dem Zusammenbruch der Signa-Gruppe Ende 2023 wurde über das Vermögen von mehr als 150 Gesellschaften ein Insolvenzverfahren eröffnet. Der einstige Immobilien-Milliardär steht damit im Zentrum eines der größten Wirtschaftsfälle Österreichs. Die WKStA sieht in den vorgeworfenen Transaktionen, darunter eine Mietvorauszahlung von rund 360.000 Euro und eine Schenkung über 300.000 Euro, eine klare Schädigung der Gläubiger. Da der Schaden über 300.000 Euro liegt, droht im Fall einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Zwei Tage, acht Zeugen

Der Prozess beginnt am Dienstag mit den Stellungnahmen der Anklage und Verteidigung sowie der Befragung Benkos selbst. Am zweiten Tag sollen acht Zeugen gehört werden. Unter ihnen befinden sich laut „Krone“ der langjährige Signa-Finanzchef, der als Vorstand der Laura-Privatstiftung tiefe Einblicke in die Geldflüsse des Konzerns haben dürfte, sowie Benkos Mutter Ingeborg und seine Schwester. Beide Frauen sollen im Finanzgeflecht des Unternehmers eine Rolle gespielt haben, könnten aber von ihrem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch machen.


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