Alpenverein vergibt Umweltgütesiegel: Vier Berghütten zeigen, wie nachhaltiger Tourismus wirklich geht
ÖSTERREICH. Vier Alpenvereinshütten in Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark wurden für ihr besonders umweltfreundliches Wirtschaften mit dem Umweltgütesiegel der Alpenvereine ausgezeichnet.

Mit dem „Umweltgütesiegel der Alpenvereine“ zeichnet der Österreichische Alpenverein (ÖAV) jährlich Hütten aus, die beispielhaft zeigen, wie ökologischer Tourismus funktionieren kann. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung in Graz erhielten nun vier weitere Schutzhütten aus Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark diese begehrte Auszeichnung.
Strengstes Gütesiegel im Alpenraum
Das Umweltgütesiegel der Alpenvereine gilt seit über 25 Jahren als das strengste seiner Art im gesamten Alpenraum. Es würdigt Hütten, die ressourcenschonend wirtschaften, Energie effizient nutzen und Abfälle sowie Abwässer nach höchsten Umweltstandards behandeln. „Unser Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck der Alpenvereinshütten so klein wie möglich zu halten“, erklärt Georg Unterberger, Leiter der Abteilung Hütten und Wege im ÖAV. Bereits 72 der 225 österreichischen Alpenvereinshütten tragen das Gütesiegel.
Klimaschutz mit Vorbildwirkung
Seit 2024 unterstützt der Alpenverein zertifizierte Hütten zusätzlich mit einer eigenen Förderung. Im Rahmen seiner Klimastrategie sollen bis 2033 mindestens die Hälfte aller bewirtschafteten Alpenvereinshütten weitgehend emissionsneutral arbeiten. Damit setzt der Verein ein deutliches Zeichen gegen den Klimawandel – genau dort, wo er besonders spürbar ist: in den Bergen.
Vier neue Vorzeigehütten
Heuer ausgezeichnet wurden die Sölden-Hütte im Tennengebirge, die Hofalm-Hütte in den Ennstaler Alpen, die Lambacher Hütte im Toten Gebirge und die Rotgüldensee-Hütte in der Ankogelgruppe. Sie alle beweisen, dass auch unter den herausfordernden Bedingungen alpiner Höhenlagen umweltfreundliches Bewirtschaften möglich ist – von Photovoltaikanlagen und biologischen Klärsystemen bis hin zu regionaler Küche und ressourcenschonenden Gästekonzepten.


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