Blackout in Niederösterreich: Zivilschutzverband empfiehlt Vorbereitung
NIEDERÖSTERREICH. Was in Berlin Realität wurde, könnte auch Österreich treffen: Ein großflächiger Stromausfall legt innerhalb weniger Stunden das öffentliche Leben lahm. Zwar sind längerfristige Blackouts in Österreich bislang selten, doch völlig ausschließen lassen sie sich nicht. Eine gute Vorbereitung kann entscheidend sein.
Ein Blackout, also ein großflächiger Stromausfall, kann erhebliche Auswirkungen auf nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens haben. Von Kommunikation und Verkehr über medizinische Versorgung bis hin zu Wasser- und Heizsystemen hängt fast alles von einer funktionierenden Stromversorgung ab.
Ursachen und mögliche Folgen
Ein Blackout kann durch technische Störungen, menschliches Versagen, Naturereignisse oder gezielte Sabotage entstehen. Betroffen sind nicht nur einzelne Haushalte, sondern ganze Regionen oder gar Länder. Die Folgen sind umfassend: Ampeln, Züge, U-Bahnen, elektronische Bezahlsysteme und Kühlketten fallen aus, die medizinische Versorgung wird erschwert und auch Trinkwasser kann knapp werden.
Notwendige Vorsorge zu Hause
Der Zivilschutzverband empfiehlt, sich auf einen möglichen Stromausfall vorzubereiten. Dazu gehören Vorräte an Lebensmitteln, Wasser und wichtigen Medikamenten für mindestens zehn bis vierzehn Tage sowie Bargeld in kleinen Scheinen. Batteriebetriebene oder Kurbelradios dienen als Informationsquelle, Taschenlampen und Ersatzbatterien sorgen für Licht. Für das Kochen oder Heizen ohne Strom können sichere Alternativen wie Campingkocher genutzt werden.
Planung und Kommunikation
Wichtig ist auch die Abstimmung innerhalb der Familie oder mit Nachbarn. Notfallpläne sollten besprochen werden. Zudem sollte geklärt werden, wie man bei Bedarf im Krisenfall erreichbar ist und welche Wege genutzt werden, um Informationen von Behörden zu erhalten.
So sollte man sich beim Blackout verhalten
Während eines Blackouts ist Ruhe entscheidend. Batteriebetriebenes Radio liefern aktuelle Hinweise und Informationen der Behörden. Aufenthalte außerhalb des eigenen Haushalts sollten nur erfolgen, wenn es unbedingt nötig ist.
Regionale Vorsorgepläne
Auch Gemeinden in Niederösterreich bereiten sich auf großflächige Stromausfälle vor. Notunterkünfte, Stromaggregate für kritische Einrichtungen und Informationssysteme für die Bevölkerung sind Teil der regionalen Katastrophenschutzpläne. Ziel ist es, die Bevölkerung zu schützen und die Versorgung während eines längerfristigen Stromausfalls sicherzustellen.