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Lawinen-Drama am Gennerhorn: Tourengeher von Schneemassen erfasst und verletzt

Tips Logo Thomas Leitner, 12.01.2026 10:47

SALZBURG. Am Gennerhorn wurde ein Tourengeher von einer Lawine mitgerissen und teilweise verschüttet. Der Rettungseinsatz gestaltete sich anspruchsvoll.

Tourengeher wurde mit Rettungshelikopter ins Krankenhaus geflogen (Foto: Bergerettung Salzburg)
Tourengeher wurde mit Rettungshelikopter ins Krankenhaus geflogen (Foto: Bergerettung Salzburg)

Ein dramatischer Lawinenabgang hat sich am Sonntagvormittag am Osthang des Gennerhorns ereignet. In rund 1.734 Metern Seehöhe wurde ein 37-jähriger Tourengeher aus Oberösterreich von den Schneemassen erfasst und teilweise verschüttet. Der Vorfall ereignete sich im Gemeindegebiet von Hintersee in der Osterhorngruppe.

Von Lawine erfasst und verletzt

Der Mann wurde beim Aufstieg von einem Lawineneingang mitgerissen. Dank seines ausgelösten Airbags blieb der Tourengeher teilweise an der Oberfläche, zog sich jedoch eine Verletzung am Knie zu. Trotz der gefährlichen Situation gelang es ihm, gegen 11.10 Uhr selbst einen Notruf abzusetzen und die Rettungskette in Gang zu setzen.

Bergrettung kämpft sich zum Verletzten vor

Mehrere Einsatzkräfte der Bergrettung machten sich umgehend auf den Weg zum Unfallort. Im steilen Gelände wurde der Verletzte erstversorgt, in einer Vakuummatratze stabilisiert und anschließend mit Unterstützung einer Untertrage auf Skiern talwärts gebracht. Der Abtransport erfolgte bis zu einem geeigneten Bereich nahe der Genneralm, wo der Rettungshubschrauber Martin 10 landen konnte.

Hubschrauberflug ins Krankenhaus

Nach der Übergabe an die Flugrettung wurde der 37-Jährige ins Krankenhaus Schwarzach im Pongau geflogen. Über den genauen Schweregrad der Verletzung ist derzeit nichts Näheres bekannt.

Zum Zeitpunkt des Unglücks galt in der Osterhorngruppe oberhalb der Waldgrenze Lawinenwarnstufe zwei, was einer mäßigen Gefahr entspricht. Besonders kammnaher Triebschnee konnte bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Unterhalb der Waldgrenze wurde die Lawinengefahr als gering eingestuft.


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