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Kran stürzt auf Zug: Mindestens 22 Tote in Thailand

Tips Logo Niklas Killinger, 14.01.2026 14:51

NAKHON RATCHASIMA. Bei einem schweren Bahnunfall in Thailand sind mindestens 22 Menschen gestorben und viele weitere verletzt worden. Ein Baukran stürzte auf einen vorbeifahrenden Personenzug, mehrere Waggons entgleisten. Laut Behörden waren 195 Passagiere an Bord.

In Thailand stürzte ein Kran auf einen vorbeifahrenden Zug und löste so ein schweres Zugunglück aus. (Symbolbild); Foto: Pete, KI-generiert/ stock.adobe.com

Wie der Guardian am 14. Jänner 2026 berichtet, passierte das Unglück am Mittwochvormittag gegen 9 Uhr Ortszeit (2 Uhr MEZ) in der Provinz Nakhon Ratchasima nordöstlich von Bangkok. Rettungskräfte arbeiteten an den schräg liegenden Waggons und brachten Verletzte aus den Zügen.

Die Polizei bestätigte 22 Todesopfer, zudem wurden rund 80 Menschen verletzt. Wie viele davon in kritischem Zustand sind, sollen Krankenhäuser in den nächsten Tagen und Stunden melden.

Einsatz wegen Gefahrstoff-Austritt kurz gestoppt

Während der Bergung wurde die Rettungsarbeit zeitweise unterbrochen, weil am Unfallort von einer möglichen chemischen Leckage die Rede war. Die Behörden versuchten parallel, die Identität der Opfer zu klären.

Der betroffene Zug war auf der Strecke von Bangkok in Richtung Ubon Ratchathani unterwegs. Warum der Kran genau einstürzte, war zunächst offen, die Ursache soll untersucht werden.

Baustelle gehört zu Großprojekt für Schnellbahn

Der Unfall ereignete sich an einer Baustelle für eine neue Hochgeschwindigkeitsverbindung. Das Vorhaben ist Teil eines milliardenschweren Bahnprojekts, das Thailand langfristig über Laos mit China verbinden soll.

Geplant ist eine neue Trasse, auf der später Züge mit hohen Geschwindigkeiten verkehren. Die Strecke soll auch den Grenzraum im Nordosten Thailands besser anbinden.

Diskussion um Sicherheit auf Baustellen

Thailand setzt im Personenverkehr weiterhin stark auf Straße, das bestehende Bahnnetz gilt in Teilen als sanierungsbedürftig. Unfälle auf Baustellen und in der Industrie sorgen immer wieder für Debatten über Kontrollen und Arbeitssicherheit.

Die Ermittlungen laufen, auch die Arbeiten an der Baustelle stehen nach dem Vorfall unter besonderer Beobachtung.


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