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Wasserhaushalt 2025: Trockenjahr bringt Österreichs Flüsse und Grundwasser unter Druck

Tips LogoThomas Leitner, 24.01.2026 09:31

ÖSTERREICH. Die Wasserbilanz 2025 zeigt ein klares Bild: Hohe Temperaturen, wenig Regen und kaum Schnee ließen Abflüsse und Grundwasserstände in Österreich sinken.  

Wasserbilanz bringt auch Flüsse unter Druck (Foto: SALTY RIVER/adobe.stock)
Wasserbilanz bringt auch Flüsse unter Druck (Foto: SALTY RIVER/adobe.stock)

Österreich hat ein hydrologisch herausforderndes Jahr hinter sich. Die aktuelle Jahresbilanz zum Wasserhaushalt 2025 des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft macht deutlich, wie stark Trockenheit und Hitze das Land geprägt haben.

Über weite Teile des Jahres lagen sowohl die Abflüsse der Fließgewässer als auch die Grundwasserstände deutlich unter dem langjährigen Mittel. Auch der Dezember 2025 fügte sich nahtlos in dieses Bild ein.

Hohe Temperaturen verschärfen die Lage

Mit einer österreichweiten Abweichung von rund plus 1,1 Grad gegenüber dem Mittel der Referenzperiode 1991 bis 2020 fiel das Jahr 2025 erneut zu warm aus. Die erhöhten Temperaturen traten in allen Jahreszeiten auf und sorgten vor allem im Sommer für deutlich höhere Verdunstungsverluste. In Kombination mit fehlenden Niederschlägen verschärfte sich das Wasserdefizit kontinuierlich.

Wenig Regen, kaum Schnee

Die Niederschläge lagen 2025 im Schnitt um etwa 14 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Auffällig war dabei weniger die Jahressumme als vielmehr die ungleiche Verteilung. Längere Trockenphasen dominierten, unterbrochen von einzelnen, teils intensiven Regenereignissen.

Die Schneespeicherung im Winter 2024/25 blieb ebenfalls unterdurchschnittlich, wodurch im Frühjahr weniger Schmelzwasser zur Verfügung stand. Auch der Start in den Winter 2025/26 brachte bislang keine Entspannung.

Niedrige Abflüsse, kaum Hochwasser

Rund 55 Prozent der Messstellen an Österreichs Fließgewässern verzeichneten im Jahresmittel niedrige bis sehr niedrige Abflüsse. Beim Grundwasser zeigte sich ein ähnliches Bild: Etwa die Hälfte der Messstellen lag über weite Strecken auf niedrigem Niveau, mit nur kurzfristigen Reaktionen auf Regenfälle. Bemerkenswert ist zudem, dass 2025 außergewöhnlich arm an Hochwasserereignissen war.

 “Um die Auswirkungen auf den österreichischen Wasserkreislauf frühzeitig zu erkennen, untersuchen wir im Rahmen der laufenden Studie „Wasser im Klimawandel“ bis Ende 2026, welchen Einfluss der Klimawandel auf Hochwasser, Starkregen, Niedrigwasser, Grundwasser und Schnee hat. Diese Erkenntnisse werden wesentlich dazu beitragen, unsere wasserwirtschaftlichen Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln und die Wasserressourcen Österreichs langfristig zu sichern“, so Umwelt- und Wasserminister Norbert Totschnig.


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