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Wisent-Kuh Ina erobert den Kaukasus: Tiroler Power-Lady startet spektakuläres Liebes-Abenteuer in der Wildnis

Tips LogoThomas Leitner, 29.01.2026 16:47

Innsbrucker Alpenzoo-Star Ina tauscht die Alpen gegen den Kaukasus. Gemeinsam mit 17 Artgenossen soll die mutige Wisent-Kuh nun für Nachwuchs sorgen.

Wisent-Kuh Ina auf Liebesurlaub im Kaukasus (Foto: EMIL KHALILOV)
Wisent-Kuh Ina auf Liebesurlaub im Kaukasus (Foto: EMIL KHALILOV)

Die dreijährige Wisent-Kuh Ina aus dem Innsbrucker Alpenzoo hat ihre Koffer gepackt und ist im Rahmen eines gigantischen WWF-Projekts erfolgreich im Kaukasus gelandet. Wo vor rund 100 Jahren die letzten Wildrinder durch die Jagd ausgerottet wurden, soll die forsche Lady nun zur Stammutter einer neuen Ära werden. Der Transport war eine logistische Meisterleistung, doch Ina meisterte die Reise mit Bravour.

Vom Alpen-Idyll in die raue Freiheit

Ina ist keine gewöhnliche Kuh. Schon in Innsbruck galt sie als besonders selbstbewusst und robust – perfekte Voraussetzungen für das Überleben in der unberührten Natur. Im Shahdag Nationalpark trifft sie nun auf eine stetig wachsende Herde. Seit 2019 siedelt der WWF dort die sanften Riesen wieder an. Mit der Ankunft der neuen Gruppe wächst die Population auf stolze 90 Tiere. Das Ziel ist klar: Die Wisente sollen als natürliche Landschaftsgärtner das ökologische Gleichgewicht wiederherstellen und den Genpool der Kaukasus-Region auffrischen.

Baby-Boom im Nationalpark erwartet

Die Chancen für eine erfolgreiche Zukunft stehen glänzend. Allein im letzten Jahr erblickten neun Kälber im Projektgebiet das Licht der Welt. Ina soll diesen Trend nun fortsetzen. Bevor sie jedoch komplett in die Freiheit entlassen wird, verbringt sie einige Zeit in einem speziellen Auswilderungsareal am Fuße des Gebirges. Dort gewöhnt sie sich an die neue Flora und das Klima, immer unter den wachsamen Augen der Experten, die den Erfolg der Mission sicherstellen.

Rückkehr der Giganten nach Europa

Der Wisent ist das schwerste Landsäugetier Europas und ein echter Überlebenskünstler. Weltweit gibt es dank strenger Schutzprogramme wieder über 10.000 Tiere. Doch der WWF mahnt: Nur durch die Vernetzung von Schutzgebieten kann der Fortbestand langfristig gesichert werden. Ina leistet nun ihren Beitrag in einer der artenreichsten Regionen der Welt, wo sie sich bald Lebensraum mit Braunbären und Luchsen teilt. Ein mutiger Schritt für eine Kuh, die nun zur Hoffnungsträgerin einer ganzen Spezies wird.


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