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BERKELEY/USA. Warum Planeten mit zwei Sonnen wie der fiktionale Star Wars Himmelskörper „Tatooine“ so selten sind, hat ein Team um Mohammad Farhat von der University of California in Berkeley untersucht. Wie Universe Today berichtet, zeigt die Studie, dass ausgerechnet Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie den Grund liefert, warum viele dieser Welten langfristig aus ihren Bahnen geworfen werden. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse Anfang Dezember in The Astrophysical Journal Letters.

Planet mit zwei Sonnen; Foto: KI-generiert
Planet mit zwei Sonnen; Foto: KI-generiert

Der Planet Tatooine ist vielen Star Wars Fans ein Begriff. Der Himmelskörper, auf dem Luke Skywalker aufwächst, umkreist ein Doppelsternsystem und hat deshalb zwei Sonnen. Doch in der Realität dürfte es verhältnismäßig wenig derartige Planeten geben. Doppelsterne sind in unserer Milchstraße häufig, doch echte Planeten, die beide Sterne gemeinsam umkreisen, tauchen in den Katalogen nur selten auf. Von rund 6.100 bestätigten Exoplaneten sind laut dem Bericht nur 14 sogenannte zirkumbinäre Planeten, also Welten, die um ein Doppelsternpaar kreisen.

Umlaufbahnen von Planeten in Doppelsternsystemen werden mit der Zeit instabil

Viele Doppelsterne starten mit größerem Abstand, rücken aber laut Allgemeiner Relativitätstheorie über sehr lange Zeiträume zusammen. Wechselwirkungen mit Gas aus der Entstehungsphase und Gezeitenkräfte können die Umlaufbahn der beiden Sterne langsam schrumpfen lassen, bis sie einander in wenigen Tagen umrunden.

Je enger das Sternpaar wird, desto stärker ändern sich bestimmte Eigenschaften der Bahn. Die sogenannte Präzession, also die Richtungsänderung der Rotationsachse, bewirkt, dass die Umlaufbahn des Planeten instabil wird.

Oft endet es mit Auswurf oder Verschlucken

In den Modellen der Forschenden destabilisiert dieser Mechanismus einen Großteil der Planeten um sehr enge Doppelsterne. Ein Planet kann dann aus dem System geschleudert werden oder so nahe an die Sterne geraten, dass er durch Gezeitenkräfte auseinandergezogen oder sogar verschluckt wird.

Das passiert laut dem Bericht innerhalb von mehreren zehn Millionen Jahren, astronomisch gesehen eine kurze Zeit. Das passt auch zu den Beobachtungen: Keiner der 14 bestätigten zirkumbinären Planeten kreist demnach um Doppelsterne mit Umlaufzeiten von etwa sieben Tagen oder weniger.


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