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TIROL. Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee und starker Westwind verschärfen die Lage massiv. Der Lawinenwarndienst ruft Wintersportler zu größter Zurückhaltung auf.

Derzeit herrscht sehr hohe Lawinengefahr (Foto: kiono/adobe.stock)
Derzeit herrscht sehr hohe Lawinengefahr (Foto: kiono/adobe.stock)

Die Situation spitzt sich zu: In mehreren Regionen im westlichen Nordtirol gilt ab sofort die zweithöchste Warnstufe. Der Lawinenwarndienst des Landes Tirol hebt die Lawinengefahr in den Regionen Allgäuer Alpen Ost, Lechtaler Alpen West, Mitte und Ost, Mieminger Gebirge, Karwendel West, Verwallgruppe Mitte und Ost sowie Silvretta Ost auf Stufe 4 an.

Betroffen sind vor allem die Bezirke Reutte und Landeck. Oberhalb der Waldgrenze ist die Gefahr besonders hoch. In anderen Teilen Nordtirols und in Osttirol gilt verbreitet Stufe 3, also erhebliche Lawinengefahr.

Neuschnee und Wind verschärfen die Lage

Bereits in den vergangenen Tagen fiel in höheren Lagen viel Schnee. Laut Prognosen der GeoSphere Austria kommen bis zu 50 Zentimeter dazu. Dazu weht starker Westwind.

Diese Kombination sorgt für eine instabile Schneedecke. Trockene Schneebrettlawinen können leicht ausgelöst werden oder spontan abgehen. Besonders gefährdet sind steile West-, Nord- und Osthänge. Es sind zunehmend mittlere bis große Lawinen zu erwarten.

Appell an Wintersportler

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair warnt eindringlich vor Touren im freien Gelände. Große Lawinengefahr bedeutet, dass Lawinen bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden können.

Empfohlen wird, ausschließlich gesicherte Pisten zu nutzen. Skitouren und Variantenfahrten sollten – wenn überhaupt – nur in mäßig steilem Gelände erfolgen. Auch Auslaufbereiche großer Lawinen müssen beachtet werden.

Weitere Schneefälle in Sicht

Für Dienstag kündigt sich eine Kaltfront mit weiteren ergiebigen Schneefällen an. Die Stufe 4 könnte daher bestehen bleiben oder sogar nach Osten ausgeweitet werden.

Der aktuelle Lawinenreport für Tirol, Südtirol und das Trentino erscheint täglich um 17 Uhr auf lawinen.report


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