Covid Streit: Mehr als 170.000 Studierende klagen Unis
LONDON. Mehr als 170.000 aktuelle und ehemalige Studierende wollen in Großbritannien Entschädigungen für Einschränkungen während der Covid-19-Zeit. Insgesamt 36 Universitäten sollen dazu Vorstufen-Schreiben erhalten haben. Auslöser ist eine jüngste Einigung in einem Verfahren gegen die University College London (UCL).

Wie die BBC am 16. Februar 2026 berichtet, bereiten Betroffene weitere rechtliche Schritte vor, weil Lehrveranstaltungen zeitweise online stattfanden und der Zugang zu Einrichtungen eingeschränkt war. Es geht um die Covid Studienjahre, die besonders stark von Lockdowns und Schutzmaßnahmen geprägt waren.
Die Initiative hinter den Verfahren spricht von einem deutlichen Unterschied zwischen Präsenzangeboten und reiner Online Lehre. Daraus leiten die Beteiligten einen Anspruch auf Rückerstattung ab.
UCL Einigung rückt den Streit erneut in den Fokus
Nach dem Vergleich mit der UCL stehen die nächsten Schritte gegen weitere Hochschulen im Raum. Über die genaue Höhe einer möglichen Auszahlung wurde öffentlich nichts bekannt.
Die Einigung gilt jedoch als Signal, dass der Konflikt um Studienbedingungen und Gebühren juristisch weiter ausgetragen wird. Für andere Universitäten könnte das zusätzlichen Druck bedeuten.
Vorstufe zur Klage läuft über Schreiben an die Hochschulen
Meistens beginnt so ein Verfahren mit Vorab Schreiben, die mögliche Ansprüche und den geplanten Ablauf skizzieren. Erst danach kann es zu Klagen kommen, wenn keine Einigung erzielt wird.
Wichtig ist auch die Verjährung: Für besonders betroffene Studienjahre könnten Ansprüche ab Herbst 2026 schrittweise auslaufen. Das erhöht das Tempo bei der Vorbereitung.
Kernfrage bleibt der Wert von Online Lehre
Im Zentrum steht die Frage, ob Studierende trotz reduzierter Angebote den vollen Preis zahlen müssen. Die Gegenseite argumentiert in ähnlichen Fällen häufig mit Vertragsklauseln und Ausnahmesituationen.
Ob und in welcher Höhe es am Ende zu Entschädigungen kommt, hängt von weiteren Verfahren und möglichen Vergleichen ab. Klar ist: Der Streit dürfte die Hochschulen in einer finanziell angespannten Lage zusätzlich beschäftigen.


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