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Tragödie in Kalifornien: Acht Tote nach Lawinenabgang

Tips LogoNiklas Killinger, 19.02.2026 11:31

TRUCKEE. Eine Lawine hat am Dienstag, 17. Februar 2026, nahe Castle Peak in der Sierra Nevada acht Skitourengeher getötet. Eine weitere Person wird weiterhin vermisst, sechs Menschen wurden gerettet. Der Abgang traf eine geführte Gruppe im ungesicherten Gelände nahe Donner Summit.

Eine geführte Skitour in der Sierra Nevada wurde von einer Lawine erfasst: acht Tote, eine Person vermisst, sechs gerettet. (Symbolbild); Foto: kiono/stock.adobe.com

Wie The Telegraph am 18. Februar 2026 berichtet, zählt das Unglück zu den folgenschwersten Lawinenereignissen in den USA seit Jahrzehnten. Die Einsatzkräfte stellten die Suche nach weiteren Überlebenden nach mehreren Stunden unter extremen Bedingungen zunehmend auf eine Bergung um.

Nach Angaben der Behörden war die Gruppe am späten Vormittag in das Lawinenereignis geraten. Der Notruf ging gegen 11.30 Uhr Ortszeit ein (20.30 Uhr MEZ). Das Gelände gilt als steil, rau und nicht präpariert.

Geführte Tour gerät in den Abgang

Betroffen war eine 15-köpfige Gruppe mit vier Guides und elf Gästen, die auf einer mehrtägigen Skitour unterwegs war. Sie kehrte am Unglückstag von Hütten im Frog Lake Gebiet zurück und war auf dem Weg zum Ausgangspunkt.

Zu den Opfern und Geretteten machten die Behörden zunächst keine Namen öffentlich. Die betroffenen Familien wurden nach und nach informiert.

Rettung unter Sturmbedingungen

Die Rettungsteams standen laut Behörden vor starkem Schneefall, Sturmböen und anhaltender Lawinengefahr. Kontakt zu den sechs Überlebenden kam unter anderem über Notfallfunktionen von Mobiltelefonen zustande, die Betroffenen sollten zunächst vor Ort bleiben und Schutz suchen.

Erst am späten Nachmittag erreichten Einsatzkräfte die Gruppe mit Spezialfahrzeugen und auf Skiern. Zwei Gerettete wurden ins Krankenhaus gebracht, die Verletzungen galten als nicht lebensbedrohlich.

Warnstufe bleibt hoch

Rund um den Zeitpunkt des Unglücks galt in der Region eine erhöhte Lawinenwarnlage. Fachleute verwiesen auf große Neuschneemengen und eine instabile Schicht im Schneedeckenaufbau, die weiterhin problematisch sein kann.

Die Behörden riefen dazu auf, Touren abseits gesicherter Bereiche während und nach dem Wintersturm zu vermeiden und Prognosen sowie Warnhinweise konsequent zu beachten.


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