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Freiwillige Feuerwehr Niederösterreich: 68.058 Einsätze – alle acht Minuten Alarm im Jahr 2025

Tips LogoThomas Leitner, 19.02.2026 14:18

NIEDERÖSTERREICH. Mehr als 68.000 Einsätze, 7,5 Millionen Stunden Arbeit und steigende Brände. Niederösterreichs Feuerwehren ziehen eine eindrucksvolle Bilanz für 2025.

Stv. Landesfeuerwehrkommandant Martin Boyer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. (Foto: NLK/Khittl)

Mehr als 68.058 Ausrückungen, über 7,5 Millionen geleistete Stunden und mehr als 105.000 Mitglieder: Die Freiwillige Feuerwehr Niederösterreich blickt auf ein arbeitsintensives Jahr 2025 zurück. Im Schnitt bedeutet das fast alle acht Minuten einen Einsatz – rund um die Uhr, bei jeder Witterung.

7,5 Millionen Stunden Ehrenamt

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner spricht von der größten ehrenamtlichen Kraftanstrengung des Bundeslandes. Auch ohne Extremereignis wie das Hochwasser 2024 seien die Feuerwehren im Dauereinsatz. Die Organisation sei tief in den Gemeinden verankert und Teil der Identität Niederösterreichs.

Auffällig ist die Entwicklung bei Nachwuchs und Frauenanteil. Über 11.800 Frauen engagieren sich bereits, mehr als 300 davon in Kommando-Funktion. Dazu kommen fast 8.000 Jugendliche und über 1.100 Kinder. Die Feuerwehr wird weiblicher und jünger.

Mehr Brände, moderne Technik

Sorgen bereitet der Anstieg der Brandeinsätze auf 8.410 Fälle – ein Plus von 16 Prozent. Häufige Ursache seien Unachtsamkeiten wie unbeaufsichtigte Kerzen oder heiße Asche.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf setzt auf Entlastung durch Sammelbeschaffungen und Digitalisierung. 48 neue HLF2-Fahrzeuge brachten eine Ersparnis von 1,9 Millionen Euro. Mit der neuen LEA-App sinken die Alarmierungskosten deutlich, gleichzeitig werden Einsatzleitung und Organisation vereinfacht.

Internationale Einsätze und Ausbildung

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner beziffert die ehrenamtliche Personalkostenersparnis auf 258 Millionen Euro. 19.000 Ausbildungen wurden 2025 im Feuerwehr- und Sicherheitszentrum Tulln abgewickelt, weitere 25.500 in den Bezirken. Neun Online-Module zählen bereits 8.000 Absolventen. Auch international sind Niederösterreichs Feuerwehren gefragt, etwa bei Waldbränden in Montenegro und Griechenland. 


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