Hillary Clinton weist Epstein Kontakte in Vernehmung zurück
CHAPPAQUA. Hillary Clinton stritt in einer stundenlangen, nicht öffentlichen Vernehmung vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses ab, Jeffrey Epstein gekannt zu haben. Sie erklärte, sie sei weder auf dessen Privatinsel noch in seinen Häusern oder Büros gewesen. Die Befragung fand am Donnerstag, 26. Februar, in Chappaqua im Bundesstaat New York statt.

Wie die Washington Post am 26. Februar 2026 berichtet, wiederholte Clinton während und nach der Aussage mehrfach, sie könne dem Ausschuss keine Informationen liefern, weil sie Epstein nicht gekannt habe und keinen Bezug zu seinen später bekannt gewordenen Straftaten sehe.
Clinton räumte demnach ein, Ghislaine Maxwell aus früheren Jahren nur lose gekannt zu haben. Maxwell habe auch bei der Hochzeit von Chelseas Clinton eine Rolle am Rand gespielt, ohne dass daraus ein enger Kontakt entstanden sei.
Aussage dreht sich um Kontakte, Reisen und Umfeld
Im Zentrum standen laut Bericht Fragen dazu, ob Clinton Epstein jemals persönlich getroffen habe, ob es Einladungen oder Treffen im Umfeld der Clintons gab und ob sie Reisen oder Orte mit ihm geteilt habe. Clinton verneinte das und hielt fest, sie habe weder seine Insel noch seine Immobilien besucht.
Sie kritisierte außerdem, dass Teile der Befragung aus ihrer Sicht am Thema vorbeigingen. Dabei seien auch Verschwörungsbehauptungen aufgekommen, die sie als unbegründet zurückwies.
Ausschuss fragt auch nach Spenden und Initiativen
Der Ausschussvorsitzende James Comer erklärte laut Washington Post, das Gremium werfe Clinton kein Fehlverhalten vor, habe aber Fragen zu Epsteins Behauptungen über Kontakte und Unterstützung für Clinton-nahe Initiativen. Die Clinton Foundation habe in der Vergangenheit auf eine einzelne Spende in Höhe von 25.000 Dollar aus einer Epstein-zugeordneten Stiftung verwiesen.
Hintergrund der Untersuchung sind die bekannten Missbrauchsvorwürfe gegen Epstein, der 2008 verurteilt wurde, 2019 erneut angeklagt war und im Gefängnis starb.
Bill Clinton soll als Nächster aussagen
Am Freitag, 27. Februar, soll Bill Clinton am selben Ort vernommen werden. Der Ausschuss will Video und Protokoll der Aussagen später veröffentlichen, sobald die Anwälte die Unterlagen prüfen konnten.


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