Schneepflug-WM: Steirer Markus Eger-Leitner kämpft in Frankreich um den Weltmeistertitel
STEIERMARK. Ein Steirer greift nach dem Weltmeistertitel. Schneepflug-Profi Markus Eger-Leitner startet diese Woche bei der WM im französischen Chambéry.

Der steirische Straßenmeisterei-Mitarbeiter Markus Eger-Leitner steht vor seinem bisher größten sportlichen Einsatz: Der 36-Jährige aus Eggersdorf bei Graz tritt diese Woche bei der Schneepflug-Weltmeisterschaft im französischen Chambéry an. Rund 50 Teilnehmer aus mehreren Ländern kämpfen dort um den Titel.
Steirischer Staatsmeister auf internationaler Bühne
Im September des Vorjahres holte Eger-Leitner erstmals den österreichischen Staatsmeistertitel im Schneepflug-Geschicklichkeitsfahren in die Steiermark. Mit diesem Erfolg sicherte sich der Mitarbeiter der Straßenmeisterei Weiz auch das Ticket für die Weltmeisterschaft in Frankreich.
Die WM startet mit der Qualifikation am Mittwoch. Nur die besten zwölf Teilnehmer schaffen den Sprung ins Finale am Donnerstag. Verkehrslandesrätin Claudia Holzer drückt dem Steirer die Daumen und sieht in ihm eine große österreichische Hoffnung im internationalen Wettbewerb.
Präzision statt Tempo
Beim Schneepflug-Geschicklichkeitsfahren ist nicht Geschwindigkeit entscheidend, sondern höchste Präzision. Der Parcours umfasst insgesamt 24 Einzelprüfungen, bei denen die Fahrer ihr Können unter Beweis stellen müssen.
Gefahren wird unter anderem mit einem 300 PS starken Unimog mit 3,4 Meter breitem Schneepflug sowie mit einem 3-Achs-Lkw mit 460 PS und einem 4,2 Meter breiten Pflug. Zu den Aufgaben zählen ein Rückwärtsslalom durch Kegel, das Verschieben einer Lkw-Bremstrommel in einen Zielkreis, das Aufnehmen eines Rings sowie eine punktgenaue Zielbremsung.
Schwieriger Rückwärts-Parcours
Besonders anspruchsvoll gilt der Rückwärts-Parcours. Dabei müssen die Fahrer einen Slalom absolvieren, ohne Kegel zu berühren – und gleichzeitig gegen die Uhr fahren. Ruhe, Gefühl und absolute Fahrzeugkontrolle sind dabei entscheidend.
Unterstützung bekommt der Steirer auch von seinen Kollegen: Rund 20 Mitarbeiter aus seinem Umfeld reisen als Fanclub nach Frankreich, um ihn vor Ort anzufeuern.


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