Tourismus Schladming-Dachstein: Wie eine Region mit 1,3 Milliarden Euro Impuls andere ländliche Räume abhängt
SCHLADMING. Tourismus sichert Jobs, Aufträge und Kaufkraft. Schladming-Dachstein zeigt, warum eine starke Destination zur Lebensader einer ganzen Region wird.

Schladming-Dachstein ist weit mehr als ein Magnet für Urlauber. Die Tourismusregion entwickelt sich zunehmend zum wirtschaftlichen Stabilitätsanker für den gesamten Bezirk Liezen. Genau das wurde jetzt beim „Darum Tourismus Abend“ in Gröbming deutlich, bei dem Vertreter aus Wirtschaft, Tourismus und Banken die Bedeutung der Branche für die Region aufzeigten.
Mehr Umsatz, mehr Jobs, mehr Stabilität
Laut aktuellem WKO-Wirtschaftsbarometer halten sich Umsatz, Auftragslage und Beschäftigung im Bezirk Liezen deutlich robuster als in vielen anderen ländlichen Regionen Österreichs. Der zentrale Grund dafür ist der Tourismus. Er bringt nicht nur Gäste in die Region, sondern hält auch zahlreiche andere Branchen in Bewegung. Der Tourismusverband Schladming-Dachstein lud deshalb gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Steiermark und der Raiffeisenbank Schladming-Gröbming zu einem branchenübergreifenden Austausch in die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft nach Gröbming.
1,3 Milliarden Euro pro Jahr als Wirtschaftsmotor
Die präsentierten Zahlen zeigen die Wucht dieses Faktors. Seit 2013 ist die jährliche touristische Wertschöpfung in der Region um mehr als 70 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Insgesamt bleibt eine Wertschöpfung von 493 Millionen Euro direkt in der Region. Ausgelöst wird dieser Effekt durch rund drei Millionen Nächtigungen und 750.000 Tagesgäste jährlich. Dazu kommen Investitionen regionaler Betriebe und die Kaufkraft der Beschäftigten. So entsteht ein jährlicher Gesamtimpuls von mehr als einer Milliarde Euro, der weit über Hotellerie und Gastronomie hinausreicht.
Warum der ganze Bezirk profitiert
Der Abend war zugleich Abschluss der zweitägigen „Darum Tourismus Wirtschaftstour“, bei der acht Betriebe zwischen Schladming und Donnersbach besucht wurden. Das Signal dahinter ist klar: Eine starke Tourismusdestination zieht viele andere Branchen mit. Bau, Handel, Handwerk und Dienstleistungen profitieren direkt oder indirekt von einer gut laufenden Urlaubswirtschaft.
Auch WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr machte die Dimension deutlich. Für alpine Regionen sei Tourismus ein zentraler Wohlstandstreiber, der Abwanderung bremse und Zukunftschancen für junge Menschen sichere. TVB-Vorsitzender Andreas Keinprecht und Geschäftsführer Mathias Schattleitner bezeichneten den Tourismus daher als Lebensader der Region. Mit der Strategie „Next Level“ wolle man diesen Kurs mit Qualität, Innovation und nachhaltigem wirtschaftlichem Erfolg weiter vorantreiben.


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